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sehr sorgfältige, auch wird viel künstlicher Dünger, Guano
und Blutdünger aus Schlachthäusern, angewendet, oft jedoch
auch eine längere Brache. Für den Wirthschaftsbedarf wird
Mais und Hafer gebaut, neben Kartoffeln, Bohnen und Gemüsen.
Die Viehzucht wird noch sehr extensiv betrieben, obschon
treffliche Luzerne und ein uns sehr gelobtes, maisartiges hohes
Futterkraut wächst. Pferde und Maulesel kommen aus Kentucky
und Tennessee. Das Rindvieh hat viel englisches Blut
und sieht recht gut aus. In Albany kostet ein vierjähriger
Ochse IO Dollars, eine ebenso alte Kuh ebensoviel. Lin
Joch starker Zugochsen wird aber mit 50 Dollars bezahlt.
Der Export von Vieh ist noch sehr' unbedeutend, doch legen
jetzt sich einige Amerikaner in Georgia auf die Cultur rationeller
Viehzucht zu Exportzwecken, die sich, meiner Meinung
nach, sehr gut rentiren wird. Stallungen werden in diesem
Klima gar nicht erfordert, der Boden ist billig und Mais und
Paumwollsamen zur Mast sind es auch. Nur die Löhne sind
hoch, wenn schon niedriger als im Norden. Eisenbahnarbeiter
erhalten i Dollar täglich, dazu wöchentlich 3 Ibs. Heisch,
Mehl und Syrup. Ein schwarzer Farmarbeiter erhält 50 Cents
und Kost im Tagelohn oder 150 Dollars, Wohnung und Kost
im Jahreslohn. Land ist in Fülle für i bis 10 Dollars per
Acre zu haben, die Bevölkerung im Allgemeinen noch sehr
dünn.
Die Wald ver Wüstung ist auch in diesen Staaten eine beklagenswerthe.
Beim Klären des Waldbodens werden die
Stämme zuweilen i Fuss über dem Boden gefällt und dann
Verbrannt. Zuweilen steckt man einfach den Wald an. Die
stehenden Bäume verlieren in dem Feuer Rinde, Laub und
die meisten A este und bleiben dürr. Man pflügt nun den
Acker zwischen ihnen für Hafer, Mais und Kartoffeln nur sehr
fluch und die trockenen Stämme werden successive zu Brennholz
geschlagen. Diese allgemeine Waldverwüstung In Amerika
Sollte man in Europa benützen. Unter allen Artikeln des
^Weltmarktes ist Bauholz der einzige, welcher seit den letzten
Ucht Jahren eine Preissteigerung erfahren hat, alle anderen