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Roden, und das gereinigte Oel, etwa 82 pCt des Rohproductes,
wird dann abgelassen.
Der Bodensatz ist von dunkler Beschaflfenheit und bekannt
unter dem Namen Seifenlager. Derselbe wird nochmals erwärmt,
um das noch darin enthaltene Oel zu trennen, und
dann zu 3‘/4 Doll, per Metercentner an die Seifenfabriken verkauft,
oder von den Oelfabriken selbst zu diesem Zwecke auf
Seife verarbeitet, womit sich die Mehrzahl der New-Orleanser
Oelfabriken beschäftigt. Das Oel ist nunmehr raffinirtes Oel
und wird zu grossen Sammelreservoirs gebracht, wo es lagert,
bis es zum Füllen der Versendungs-Gefasse benützt wird.
Im Durchschnitt ergiebt eine Tonne Baumwollsamen
35 Gallons rohes Oel im Werthe von 30 Cents 10.50 Doll,
(das Erträgniss schwankt zwischen 31 bis 39
Gallons)
22 Pfund Baumwolle à 8 Cents 1.76 „
750 Baumwollsamenkuchen à 20 Doll. p. Tonne. 7.20 „
Summa . . . 19.46 Doll,
ulso beinahe 39 Gulden Gold im Durchschnitte von einer
Tonne Baumwollsamenkerne.
Die Oelmühlen verarbeiten im Durchschnitte, wie bereits
gesagt, 410.000 Tonnen Samen jährlich; dies ergiebt für den
eigentlichen Süden 7.772.140 Doll., etwa 3 pCt. der gesammten
Baumwollernte. Von obiger Summe entfällt auf New-Orleans
mehr als ein Drittheil des gesammten Erzeugnisses
(2.742.000 Doll).
Die Neben-Erzeugungsproducte der Baumwollsamen-Oelfubriken
lassen sich in folgende Hauptgruppen theilen:
I. Baumwollsamenkuchen. Dieselben enthalten die
besten Reste, nachdem die Baumwollsamen die Oelpressen pashaben.
Die übrig bleibenden, sogenannten Kuchen wer-^Gn
in Säcke gepackt, von denen jeder 200 Pfd. = 91 Kilogramm
enthält. Dieselben besitzen eine reiche Goldfarbe, sind
ganz trocken und haben einen süssen, nussartig-öligen Geschmack.
Selbe werden vornehmlich zur Ernährung des Vieh-^tapels
oder zu Dungzwecken verwendet. Gewöhnlich zer-*^ahlt
man selbe zu Mehl von ähnlicher Beschaffenheit, wie
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