Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Strecken  billiger.  Bebaute  Farmen  gelten  schon  12  bis  20,
in  einzelnen  Fällen  bis  70  Dollars  per  Acre,  und  Prairieland
in  der  Nähe  von  Ansiedelungen  3  bis  5  Dollars.  Der  capitaliose
  Ankömmling  kann  fast  durch  das  ganze  Jahr  Lohnarbeit
dem  Lande  erhalten,  in  der  Erntezeit  zu  sehr  gutem  Lohne.
Farmer  boten  jetzt  i';2  bis  i^  4  Dollars  nebst  Kost  und  Wohnung
  per  Tag.
Der  Ankömmling  kann  in  einigen  Jahren  genug  Capital
zum  Ankäufe  einer  bescheidenen  Besitzung  sparen,  und  das
Anfängen  selbstständiger  Landwirthschaft  darauf  ist  nicht  eben
theuer.  Gebäude  für  Vieh  und  Ernte  braucht  der  Mann  wenige
und  nicht  kostspielige,  ein  leichtes  Bretterhaus  genügt  in  dem
uiilden  Klima  als  W  ohnung.  Das  lebende  Inventar  ist  auch
uicht  theuer.  Eine  Kuh  kann  für  20  bis  35  Dollars,  eine  einjährige ­
  Ferse  um  7’/2  bis  8  Dollars,  ein  halbwildes  Pferd  von
*4  bis  18  Dollars,  ein  gezähmtes  um  25  bis  35  Dollars,  ein
Maulesel  um  25  bis  50  Dollars,  ein  Schaf  und  eine  Ziege  um
t  bis  1*  2  Dollars  in  San  Antonio,  und  billiger  im  Innern  des
Landes,  gekauft  werden.  Die  Eisenbahngesellschaften  stunden
den  Ankaufspreis  des  Landes  zum  grossen  Theile.  Nur  Pflug,
M^agen,  Egge  muss  gekauft  und  bezahlt  werden.  Der  ergiebige
Loden  erzeugt  schnell  Mais,  Kartoffeln  und  die  nöthigsten  anderen ­
  Lebensmittel.  Da  der  Boden  noch  jungfräulich  ist  und,
Uusscr  auf  den  Höhen,  eine  mehr  oder  minder  mächtige  Humusschicht ­
  hat,  so  braucht  er  vorläufig  keine  Düngung,  obschon
diese  nicht  erfolglos  ist,  und  kann  doch  zwei  Ernten  im  Jahre
bringen.  Er  ist  ferner  an  den  zahlreichen  Flüssen  und  Bächen
Vorzüglich  zum  Gemüse-,  Obst-  und  Weinbau  geeignet.  Eine
'Veit  kleinere  P  lâche  als  die  Homestead  von  160  Acres  ge-^^gt
  also,  um  eine  Familie  jahrein,  jahraus  zu  beschäftigen
^l^d  ihr  die  Capitalbildung  zu  ermöglichen.  Da  die  Prairie
l'^^gends  unabsehbar  und  stets  von  Wäldern  begrenzt  ist,  so
*st  Holz  hier  weit  billiger  als  in  den  baumlosen  Prairiestaaten
Reiter  nördlich.  Merkwürdig  ist,  dass  die  Wälder  selten  auf
Höhen,  dafür  reichlich  in  den  Ebenen  gefunden  werden.
Her  in  hohem  Grade  fruchtbare  Boden  des  grössten  Theidieses
  Landes  und  sein  mildes  Klima  erleichtern  also  dem
            
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