Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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funden,  welche  das  Enthülsen  des  Baumwollsamens  ermöglicht.
Öer  Farmer  wird  jetzt  die  Hülsen  als  Viehfutter  verwerthen
und  doch  aus  dem  Kernmehle  denselben  Vortheil  ziehen  können, ­
  als  bisher  aus  dem  Samen.  Ausserdem  sind  Blätter  und
Btengel  als  Viehfutter  verwendbar,  werden  aber  bisher  nicht
benützt.  Ueberhaupt  ist  die  texanische  Landwirthschaft,  soweit
Sie  von  Eingeborenen  und  von  Yankeefarmern  betrieben  wird,
noch  sehr  roh,  extensiv  und  also  verschwenderisch.  Indessen
ernen  sie  von  den  deutschen  Ansiedlern,  die  hier,  wie  auch
*n  den  nördlichen  Staaten,  nicht  nur  die  besten  Eandwirthe,
sondern  die  Lehrer  der  Amerikaner  in  der  Landwirthschaft  sind.
Her  Boden  wird  zwar  ziemlich  allgemein,  ausser  hie  und
für  Baumwolle,  noch  nicht  gedüngt,  allein  wir  haben  bei
deutschen  Ansiedlern,  welche  schon  lange  im  Lande  sind,
^stgestellt,  dass  Düngung  allerdings  wirkt.  Die  deutschen
armer  beginnen  denn  auch  ziemlich  allgemein  zu  düngen,
^^ie  \  iehzucht  erfordert  bedeutendes  Capital  zum  Ankäufe  der
Stockheerde  und  der  Zuchtstiere.  Das  Weideland  im  Süden
Und  \\esten  ist  meist  noch  Regierungsland  und  um  geringe
oder  gar  keine  Facht  ausnutzbar.  Im  Norden  und  Osten
^uss  Weideland  jedoch  gekauft  werden,  ist  aber  um  i  bis
3  Dollar  per  Acker  zu  haben.  Das  einfache,  ungekreuzte
^xasvieh  ist  sehr  billig.  Wenn  es  nach  Norden  getrieben
''"•rd,  so  ist  in  Kansas,*  etwa  in  Dodge  City,  um  12  bis  18
-Dollar  eine  zwei-  bis  dreijährige  Kuh  nebst  Kalb  zu  kaufen,
Südtexas  selbst  ein  vierjähriger  Stier  um  14  bis  16  Dollars,
^*ne  ganze  Heerde  um  8  bis  12  Dollars  per  Haupt.  Ein  Vollutstier
  kostet  80  bis  150  Dollars.  Auf  der  Capotfarm  berieb
  man  das  Geschäft,  die  Race  durch  Ankauf  solcher  Stiere
Veredeln  und  die  Kreuzungsproducte,  2  '  .j  bis  3  Jahre  alt,
^®hr  fett  zu  machen.  Die  Fracht  per  Bahn  von  San  Antonio
Gtrug  im  Mai  1881  per  100  Ibs.  Wolle  nach  New-York  in
_  ^llen  I  IO  Dollars,  bis  Galveston  0  65  Dollars,  für  100  Ibs.
^umwolle  nach  New-York  i  38  Dollars,  per  Ballen  von
500  Ibs.  also  6  ÇO  Dollars  —  der  texanische  Ballen  ist  meist
Schwer  —  bis  New-Orleans  6  Dollars,  bis  Galveston  4*50
®  urs.  Eine  Waggonladung  Schafe  nach  St.  Louis  oder
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