Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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iie  kaum  21  Sommer  gesehen  haben  mochte.  Dabei  haben  sie
;ine  grosse  Kenntniss  fremder  Sprachen  und  gleichen,  gerade
wie  in  der  ausgesuchtesten  Eleganz,  den  Französinnen  darin,
dass  sie  die  Herren  an  Sprachkenntniss  übertreflfen.  Englisch,
Französisch  und  eine  romanische  Sprache,  Italienisch  oder
Spanisch,  sprechen  fast  alle  und  viele  sehr  gut  Deutsch.  Dies
Reisen  und  Studiren  erweitert  nun  den  Blick  der  Amerikaner
beider  Geschlechter  und  macht  sie,  soweit  sie  der  Classe  der
Reichen  angehören,  uns  überlegen.  Die  Armen  haben  fur  ihre
Kinder  volle  Freischule.  Sogar  die  Gymnasien  sind  frei  und
werden  fleissig  benützt.  Die  ganz  ungebildet  herüber  kommenden ­
  Irländer  fühlen  tief  den  Mangel  an  Schulkenntniss  in  diesem
Lande,  wo  sie  so  verbreitet  ist,  und  senden  ihre  Kieder  vorzugsweise
  regelmässig  in  die  Schulen.  Die  Bildung  wird  hier
so  allgemein,  wie  sie  es  in  der  Schweiz  und  im  scandinavischen
Norden  ist.  Die  geschäftliche  Erziehung  der  gebildeten
Stände  aber  ist  die  beste  von  der  Welt,  weil  erstens  technische
ï^:hnm^alum  von  gr^is^  Vonmghd^^it  vm^amkn  smd,
talentvolle  Techniker  aus  allen  Ländern  jährlich  einwandern,
da  sie  hier  höhere  Bezahlung  erhalten,  als  in  Europa  und  nun
ihrerseits  Lehrer  der  Amerikaner  werden,  endlich  junge  amerikanische ­
  Techniker  ihre  Erziehung  nicht  für  abgeschlossen  halten
und  keine  Aussicht  auf  gut  bezahlte  Anstellungen  haben  werden ­
  wenn  sie  sich  nicht  über  Studien  an  europäischen  Anstalten ­
  und  Studienreisen  in  Europa  ausweisen  können.  Angestellte ­
  höhere  technische  Beamte  reisen  oft  nach  Europa,
auf  Kosten  der  Anstalten,  denen  sie  dienen,  um  Specialstudien
zu  machen  oder  Ausstellungen  zu  besuchen.
Selbst  die  ungebildeten  Einwanderer  kamen  hier  gescheidter
an,  aK  sieeswanm,  da  ^eiW^PEñmat
fâcher  Landarbeiter,  der  nie  sein  —  sagen  wir  böhmisches
Dorf  -  verlassen,  bevor  er  sich  zur  Auswanderung  nach  Amerika
entschloss,  muss  eine  lange  Eisenbahnfahrt  durch  Deutschland
machen,  die  doch  Neues  für  ihn  bietet.  Er  sieht  die  Stadt
Hamburg,  den  Hafen,  Seeschiffe,  macht  eine  achttägige  Seereise, ­
  muss  Geld  wechseln,  sich  in  Ländern  durchsch  agen,
deren  Sprache  er  nicht,  oder  doch  nur  unvollkommen  kennt,
kommt  in  einer  der  grossen  amerikanischen  Hafenstädte  an.
            
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