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mehr an und es wird den sehr reich gewordenen wenigen Ge
treideexporteuren in Amerika, deren es nicht ein Dutzend
giebt und welche diesen vortheilhaften Handel zur Zeit mono-
polisiren, unmöglich werden, durch Zurückhalten der Ausfuhr
den Preis in Europa über die Productions- und Transport
kosten nebst durchschnittlichem Geschäftsgewinn in Amerika
zu halten, was sie 1881/82 mit Erfolg thaten.
Bleibt also das bisherige Handels- und Productionsver-
hältniss Europas und Amerikas nur noch 5 Jahre lang in der
bisherigen Entwickelung, so werden die europäischen Grund
besitzer mit den von mir so eben entwickelten Preisen und
Stodquantitäten sich abzufinden haben.
Ich glaube nicht irgend einer Uebertreibung überführt
werden zu können, denn was nutzen schönfärberische Berichte,
wie jene der englischen Regierungscommission von 1879, unter
welche ihr journalistischer Begleiter schon 1881 um 15 pCt.
herabgeht, und die heute schon um 28 pCt. zu hoch nach
weislich sind. Und jene übertriebenen Zahlen hatten die
Engländer den englischen Farmern als solche dargestellt,
unter welchen die Amerikaner auf die Dauer nicht liefern
könnten!
Es mag sich empfehlen, einige in dem Verlaufe des Ca
piteis gewonnene Zahlen hier zusammenzustellen.
Für je 100 Kilo Weizen kostete der Transport:
Von St. Paul über N.-York nach Liverpool 3.78 fl.
V on St. Paul über N.-Orleans nach Liverpool 2.40 fl.
Von St. Louis über N.-Orleans nach Liverpool 1.53—1 -9^ H*
Von Chicago über N.-York nach Liverpool 2.18—1.78 fl-
Von Chicago über Montreal nach Liverpool 1.31 fl-
V on N.-York nach Liverpool 5*—7 ‘ Kreuzer.
Pell und Reed behaupteten 1879, der Trans
port von der E'arm aus dem Westen
nach Liverpool koste 4-74
E)un behauptete i88i, er koste ... - 3 *3
Ich berechnete ihn 1881 auf 3 3*
Im October 1882 kostete er von
I CSt nach Berlin , . . . ,
I‘cst nach Stettin ^ 5°