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fassender Markt. Von San Antonio kostet der Transport
einer Eisenbahnwaggonladung Rindvieh — i8 bis 20 Haupt
bis St. Louis 115 Dollars, bis Kansas City 115 Dollars,
bis New-Orleans 115 Dollars, bis Galveston nur 60 Dollars,
in St. Louis und Kansas City is*t das Vieh noch viele Hundert
Meilen von einem Hafen entfernt und doch wird fast Alles
dorthin transportirt, weil der Handel über diese Orte nach
New-York und Europa ein alt eingerichteter ist. Das konnte
nicht anders sein, denn New-Orleans erhielt erst im vorigen
Jahre seine Bahnverbindung mit San Antonio, seinen tiefen
Hafen vor erst zwei Jahren, und Galveston wird ihn erst in
^'vei bis drei Jahren haben. Allein alsdann wird auch
Export von Fleisch von beiden Städten nach
Uropa beginnen und dies wird den Preis desselben natür-Jch
herabdrücken. Hierüber werde ich noch später mehr
berichten.
Südwestlich von Galveston liegen die Hafenstädte Indiaaola
und Corpus Christi am Golf auf texanischem Gebiete,
Sowie Port Isabel an der Mündung des Rio Grande. Alle
^•"^i Städte haben eine Zukunft, nur fehlen ihnen noch die
ahnen. Ein Mangel, dem in einigen Jahren abgeholfen sein
dürfte. Auch von San Antonio nach Laredo am Rio Grande
baute man eine Eisenbahn, welche von da im Sommer 1882
bereits bis in das Innere von Mexico eindrang. Südwestlich
Galveston, Houston, San Antonio bis zum Rio Grande
^ad dem Golfe liegt ein sehr grosses Gebiet, grösser als Böhl^en,
Mähren, Schlesien, Ober- und Niederösterreich, von wahrfabelhafter
Fruchtbarkeit und so gut wie gar keinem
^ckerbau. Zunächst werden die Viehherden dieses Districtes
‘bren Markt in den bezeichneten Hafenstädten finden, bis diese
M^eiden Aeckern Platz machen.
San Antonio ist eine alte, spanische Stadt in schöner
Und gesunder Lage, von einigen 20.000 Einwohnern, deren
Wohlhabende Hälfte aus Deutschen besteht, welche hier fast
ganzen Handel in Händen haben. Das Stadtleben muss
uls durchweg deutsch bezeichnet werden. Diese Stadt ist jetzt
grösste „Prairiehafen“ von Texas, von wo die „Prairie-