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iedenfalls als der hohe Tagelohn fur die lässige Negerarheit,
obschon der natürlich dabei auch von Gewicht war.
^ Anbau des Bodens geschieht auf äusserst sorgsame
oise, mit den vollkommensten Ackerbaugeräthen. Auch
^üngt man den Acker, zum Theil mit Stalldünger, zum Theil
Kunstdünger, Blut, Baumwollsamen und Guano. Sehr
iebt ist die Gründüngung, welche darin besteht, dass man
^•oe Bohnenart, „Kuhbohne“ genannt, ansäet und grün unter-
pflügt. Solche Düngung ist, selbst auf diesem fruchtbaren
öden, nöthig, da Zuckerrohr und Reis denselben sehr aus-
^ugen. Der Acker ist in regelmässige Tafeln getheilt, welche
orch die Bewässerungsgräben von einander getrennt sind,
s Zugvieh bedient man sich grosser und schöner Maulthiere.
Wir fuhren durch grosse Strecken von üppigen Wäldern,
Solche zum Theile auf Pflanzungen aus der Sclavenzeit ge-
^ächsen waren, die aber in einigen Jahrzehnten wieder der
ultur gewonnen werden dürften.
Als wir auf unserer Bahn von Morgan City nach Houston
"^oiter vorrückten, hörten die Wälder auf, der Boden wurde
^ockener und weniger üppig fruchtbar, war aber immer noch
Schwarz und schön. Der Reisbau verschwand. Noch aber
^urde viel Zuckerrohr, Mais, Baumwolle und Hafer gebaut.
lein allmälig trafen wir auf weite Landstrecken, die noch
Jene alte tafelförmige Lintheilung hatten, aber eingezäunt
^^^ten und als Weideplätze für sehr gute Pferde und Rinder
•enten. Das Rindvieh von Louisiana ist französischer Ab-
^^nimung, erinnert an die starke und fleischige Charolais-
und ist dem texanischen Vieh weit überlegen. Das
orwandeln von Zuckerrohrpflanzungen in Viehweiden nahm
Stat.on Vermillion an erheblich zu, und endlich verschwand
der texanischen Grenze der Grossbetrieb der Landwirth-
^^haft. Kleine Farmen wurden auch spärlicher und man baute
ihnen nur mehr Baumwolle, Mais, Hafer und Gartenfrüchte.
Viehzucht wurde vorwiegend.
28 ^^hl der Farmen vermehrte sich von 1870—80 von
•481 auf 48.292, wohl meist durch Parzelliren grosser Plan-