schaler, oft eine Häcksel-Maschine und eine Rübenschneid-
Maschine.
Alleebäume, Obstbäume und ein Gemüsegarten, in dem
man oft weibliche Mitglieder der Familie arbeiten sieht, fehlen ^
der deutschen Niederlassung selten. Neben dem Viehstalle,
der schon für 6 bis lo Haupt Räume hat und warm und .
solid gebaut ist, steht ein Heuschober und davor ist eine |
Düngerstätte angebracht, deren Vorrath regelmässig abge
fahren wird. Der deutsche Ansiedler arbeitet fast jahr- .
aus jahrein auf der Farm und dem Felde, bricht jähr- |
lieh mehr Prairieboden um und ackert tiefer und besser. i
Dem Amerikaner, der gerne einen Pflug benützt, auf welchem
er bequem sitzt, kommt es nicht darauf an, wenn der Pflug
hie und da eine Furche auslässt oder eine Strecke weit über
den zu pflügenden Boden weggleitet. Wenn er nur „wenig g
Arbeit“ in den Boden steckt, so lohnt die.Weizenernte au |
grosser Fläche ja doch noch, und zudem liegt sein Haupt
augenmerk mehr in der Speculation als in der Production.
Ihm kommt es darauf an, „viel Land unter dem Pfluge“ zu
haben, da mit der Zahl dieser „verbesserten“ Acres der Preis ,
der Farm beim Verkaufe wächst. In dem Jahre grosser und -
ausnahmsweiser Dürre, 1879, ernteten die Deutschen noch
immer 8 bis 15 Bushels per Acre, die Amerikaner, welche ¡
nur 4 bis 5 Zoll tief pflügen, fast nichts. Schon nach fün '
bis sechsjährigem Anbau zeichnet sich gedüngter Boden vor
ungedüngtem aus. Es muss jedoch zugegeben werden, da^ ,
die Humusschichte in Kansas nicht so mächtig ist, als »u
einigen anderen Prairiestaaten, wo also Dung vielleicht wenigt^** [
thut als hier. Auch der deutsche Ansiedler baut ganz über- j
wiegend Weizen und Mais, aber daneben immer einige andere j
Fruchtarten, um durch das ganze Jahr seine Arbeitskraft uu
die des Zugviehes ausnützen zu können. Natürlich vermeh^ .
er dadurch seine Einnahmen. Er hält sofort mehr Rindvie I
und einige Schweine, macht Butter zum Verkaufe und liefe^ |
junge Hühner und Eier auf den Markt, die sehr gut bezahl j
werden. Auch Gemüse- und Obstbau bringen ihm Ge
Solche kleinen Einnahmen verschmäht der amerikanische Farmer