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Werkstadt Leadville, 10.061 Fuss über dem Meere! Hier war
recht kalt, die Luft dünn und scharf.
Diese Stadt ist in allen Stadien des Entstehens. Zelte,
Blockhäuser, die gewöhnlichen amerikanischen Holzhäuser aus
gesägten Brettern und Latten, mit doppelten Bretterwänden,
^Ogar solche, deren innere Wand aus Papier oder Leinwand
Besteht, und einige wenige Ziegelsteinhäuser geben einer flotbrenden
Bevölkerung Wohnung, die zwischen 5- bis 10.000
Einwohner wechselt. Sie zieht sich in weitem Halbkreise die
östlichen Berge hinauf, in welche, nahe bei einander, Schachte
getrieben sind, durch die das reichlich silberhaltige Bleierz zu
^ge gefördert wird. Auf unendlich staubigen und schlechten,
Natürlich ungepflasterten Wegen wird das Erz in die Schmelz-"^frke,
welche im Thaïe liegen, per Achse geführt. Eine
aussehende, ganz überwiegend männliche Bevölkerung
^ogt in den Strassen, Tags über und die ganze Nacht hin-^J'ch,
ein grosser Theil zu Pferde, Alle bewaffnet, mit Büchsen,
^ (lor 16 Schuss haltenden, sehr allgemeinen Winchesterbüchse,
Gvolvcrn und langen Messern. Ungeheuere Schlapphüte been
die wüsten Häupter mit braunen Gesichtern und un-Sopflegten
Haaren und Bärten. Pfundgrosse Sporen hängen
|î Wasserstiefeln. Viele sind betrunken, und zwar in
Champagner-, Bier- und Whiskyrausches.
‘o jedem zweiten Hause ist Parterre ein „Trink-Saloon“,
om alle Sorten Getränke verschenkt werden und in dem
^aer oder mehrere Spieltische stehen, an denen seit Beginn
^Bends die ganze Nacht hindurch gespielt wird. Von den
«Damen“, welche ihre Wohnungen theilweise im
gle’ Hauptstrassen haben, muss ich schweigen. Der-^
en sahen wir noch nirgends! Natürlich kommt alle
^bgenblicke ein Mord, zuweilen eine Anzahl solcher als
i^og die Stadt ist, hat sie doch schon
Werd^ Theater, so eines, in dem classische Stücke gespielt
com sahen „Ludwig XI.“ Der Held des Stückes
^^mandirte seine bewaffnete Gefolgschaft mit folgenden
bess ^cr Bühne ab: „Please, gentlemen, have the kindo
proceed!“ Ein höflicher Regimentscommandeur aus