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dass man einen Strauch von drei bis acht Fuss Höhe und
ein- bis dreizölligen Aesten vor sich zu haben meint. Andere
Cacteen 'haben einen vier bis sechs Fuss hohen Stamm, aus
dem sich ein bis %wei starke Aeste abzweigen. Der Hauptstamm
ist mannsdick, die Zweige sind bein- und armstark. —
Das Thierleben wird ebenfalls dürftig. Der Prairiehund findet
sich seltener und verschwindet, man sieht nur hie und da ein
paar Antilopen und einen Wolf. Vögel giebt es fast gar
keine. Der westliche Theil von Arizona zeigt vulcanische
Einwirkungen. Isolirt steigen Berge bis zu 2000 Fuss aus
der rollenden Lehmprairie auf, braun, schwarz, wie Schlackenberge
anzusehen. Lava-Ueberreste bedecken den lehmigen
Boden und durch Sonne und Regen zermürbt werden sie als
unangenehmer Staub durch die Luft geführt.
Das letzte Drittel der Bahnlänge in Arizona liegt im Gilathale.
Der Gila fliesst, in Neu-Mexico entspringend, fast mitten
durch Arizona, von Osten nach Südwesten, und ergiesst sich
bei Fort Yuma in den Colorado, welcher seinerseits in Westcolorado
entspringt, durch Utah und Arizona fliesst und sich,
etwa 50 Meilen südlich von Yuma, in Mexico in den Golf
von Californien ergiesst. Das Gilathal verengt sich bald wieder
und nimmt den Charakter einer Gebirgslandschaft an, der
Halbwüstencharakter der rollenden Prairie von Südarizona
verschwindet. Cotton woodbäume und andere, namentlich
Taxusbäume und dichte, elsenartige hohe Sträucher wachsen
üppig, soweit der Einfluss des Wassers reicht. Nahe Fort
Yuma findet man auch etwas Ackerbau auf bewässertem Lande,
allein der Bergbau ist es, um dessen willen seit Jahrhunderten
die Spanier in die heissen Bergthäler Arizonas drangen, und
derentwegen die Yankees unserer Tage sich der glühenden
Sonne dieses Landes aussetzen.
Arizona hat sehr reiche Gold-, Silber- und Kupferbergwerke,
und noch immer werden neue, reichere Erzlager von
„Prospectors" entdeckt. Bisher lohnte nur der Abbau der
Silberbergwerke, und auf einer Station sahen wir die goldhaltigen
Silberblöcke, etwa zwei Fuss lang und sechs Zoll
breit und dick, von einem Frachtwagen, der sie aus dem Ge-