dasselbe fur Staatseigenthum, wies den Indianern Reservationen
an und theilte das Vieh der Missionsheerden unter sie. Natürlich
verloren die Indianer nun bald, was sie besaseen, und
jetzt sind sie fast ausgestorben. Das zu Staatseigenthum erklärte
Land verschleuderte die mexicanische Regierung umsonst
oder zu Spottpreisen an Günstlinge. So entstand hier
Privat - Grossgrundbesitz, die sogenannten mexicanischen
„Grants“. Diese sind nunmehr meist in die Hände von Amerikanern
und Engländern übergegangen und bilden jenen
Grossgrundbesitz, der als „Monopol“ von der Majorität der
Bevölkerung angefochten wird. Nachdem die Union Californien
erworben hatte, ordnete der gegenwärtige Erzbischof
von San Francisco, dessen Güte ich ausführliche Belehrungen
über jene Zeit verdanke, die Angelegenheiten der katholischen
Kirche daselbst und fand anerkennenswerthe Gerechtigkeit.
Auf Grund eines spanischen Gesetzes gehörten der Kirche
und dem Orden die von ihnen erbauten Gebäude nebst Hofstellen,
Wein- und Obstgärten. Diese reclamirte der jetzige
Erzbischof und sind sie von den Grantinhabern an Kirche
und Orden ausgeliefert; auch eine Besitzung von 35.000 Acres
bei St. Barbara, über welche das Bisthum einen besonderen
altspanischen Rechtstitel besass.
Die Inhaber der ehemaligen Grants, meist Amerikaner,
und die Besitzer der Eisenbahnen und Minen beherrschen
die Gesetzgebung und Verwaltung des Staates Californien,
haben die Besteuerung so eingerichtet, dass der kleine Farmer
unverhältnissmässig höher besteuert ist und mehr Eisenbahntransportkosten
zahlt als sie, importiren Chinesen, um den
Preis der Arbeit herabzudrücken, was ihnen gelungen ist, da
der Lohn hier niedriger ist als in den Oststaaten, obschon
das Leben kaum billiger sein dürfte; besitzen mehr Land, als
sie rationell ausbeuten können, verkaufen es aber nur zu
Phantasiepreisen und so haben sie hier eine politisch-sociale
Opposition von Grangern und Arbeitern geschaffen, welche
schon einmal eine energische Constitutionsänderung durchsetzte,
die indess an der mangelhaften Ausführung scheiterte.
Nach der neuen Constitution soll die Steuer vom Werthe und