Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

Mähren  nicht,  in  Nordcalifornien,  wie  ich  nachweisen  werde,
auch  nicht.  Ferner  kostet  der  Dung  Geld  in  Mähren.  Man
müsste  eine  Rechnung  für  zehn  Jahre  in  Mähren  —  den  vollen
Umtrieb  einer  Zehn  -  Felder  --Wirthschaft  —  und  für  dieselbe
Periode  hier  machen,  wozu  uns  leider  die  Daten  fehlten.
Trotz  der  reichlichen  Anwendung  von  Maschinen  stellen  sich
aber,  wird  man  sagen  müssen,  die  Productionskosten  in  Californien ­
  ein  wenig  höher  als  in  Mähren.  Nun  kommt  aber  der
Unterschied  in  der  Besteuerung  und  die  Verschiedenheit  im
Ankaufspreise  des  Bodens!
Die  Arbeit  beginnt  in  Südcalifornien  früh;  um  halb
6  Uhr  gibts  Frühstück,  die  Treiber  füttern  schon  seit  halb
5  Uhr  ihre  Pferde,  die  Arbeit  auf  dem  Felde  dauert  bis
Sonnenuntergang.  Das  Mittagessen  führt  man  in  einem  grossen
Zeltwagen  aufs  Feld,  der  eine  eiserne  Kochmaschine  enthält,
auf  der  die  Speisen  warm  gehalten  werden.  Ueber  die  Kosten,
eine  solche  Wirthschaft  von  6000  Acres  einzurichten.  Folgendes:
Die  Baulichkeiten  sind  äusserst  einfach,  aus  Holz,  bescheidenes ­
  Wohnhaus  des  unverheiratheten  Aufsehers,  die
Schlafstellen  der  Arbeiter,  Schuppen  für  Maschinen  und  Pferde
und  eine  Schmiede,  ca.  5-  bis  6000  Dollars  im  Werthe;
1  Dampfdreschmaschine  3000  Dollars,  5  Headers  zu  16  Fuss
Schnittbreite  à  400  Dollars  =  2000  Dollars,  2  bis  3  Eggen
à  40  Dollars,  rund  100  Dollars,  2  Walzen  200  Dollars,
12  Ganzflüge  mit  5  bis  8  Schaaren  à  100  Dollars  =  1200  Dollars, ­
  2  Säemaschinen,  à  30  Dollars  =  60  Dollars,  15  Wagen
à  100  Dollars,  Schmiedewerkzeug  200  Dollars,  Forken  und
andere  kleine  Utensilien  1000  Dollars,  100  Pferde  oder  Maulthiere
  à  125  Dollars  =  12.500  Dollars,  Pferdegeschirr  1200  Dollars; ­
  Summe  28-  bis  29.000  Dollars,  nebst  unvorhergesehenen
Auslagen  für  Inventarstücke,  rund  30.000  Dollars.  Der  Aufseher ­
  erhält  1200,  der  Unteraufseher  600  Dollars  und  freie
Station.  Bei  einer  Abrechnung  mit  Partnern  fur  das  gute
Erntejahr  1879/80  ergaben  sich  alle  Wirthschaftsausgaben,
ohne  Zinsen  für  jene  30.000  Dollars  und  für  den  Ankaufspreis ­
  des  Landes,  auf  5V2  Dollars  per  Acre  Weizenland,  also
für  5500  Acres  30.000  Dollars  im  Jahre.  Dazu  kommen
            
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