474
land wurden heute zu 30 Dollars per Acre gekauft, so kosteten
sie 180.000 Dollars, macht zu 7 Percent 12.600 Dollars
Zinsen. Dazu 36.000 Dollars Jahresunkosten, macht 48.600
Dollars oder für 90.000 Bushels Weizen 54 Cents — 3.70
per Hektoliter oder 4.81 fl. per Mtc.
Die meisten Landwirthe, welche schon zwölf oder mehr
Jahre in der Weise Weizen auf Weizen gebaut haben, wie
es auf der von uns besehenen Wirthschaft geschieht, finden
dass der Ertrag nachlässt. Alsdann helfen sie sich zuerst durch
tieferes Pflügen, was neuen Acker an die Oberfläche bnngh
Wenn sie dann auch eine 6 Zoll tiefe Ackerkrume erschöpf
haben, gehen sie zur sogenannten „Sommerbrache“, „Summer
fallow“, über, die nichts Anderes ist als die Zwei-Felderwirthschaft.
Der Boden wird nur alle zwei Jahre mit Weizen
bestellt, inzwischen aber zwei Mal gepflügt, 6 bis 8 Zo
tief, und die Saat später eingeeggt oder mit dem geschilderte
Acme-Cultivator untergebracht. Dies ist in Nord-Californie
üblich. Dr. Glenn, einer der grössten Grundbesitzer, will
einigen Jahren die „Weizenfabrikation“ auf 5 bis 6 Jahre einstellen,
das Land liegen lassen, Jungvieh und Schafe kauf
und darauf weiden. Wenn es sich nach seiner Meinung g
nügend gekräftigt hat, will er wieder Weizen auf Weiz
bauen — bis abermalige Ruhe nöthig ist.
Dieser Dr. Glenn besitzt am Sacramento einen 15 Meilen»
langen Ackerstreifen, wovon 60.000 Acres Weizenboden si
Davon hat er für 1882 28.000 Acres in Sommerbrachweizen,
22.000 Acres unmittelbar nach Weizen. Fur letzteren^ wi
der Acker nur ein Mal gepflügt, wie in der oben gcschiW ^
ten Wirthschaft. Der Brachboden wird ein Mal sieben
tief gepflügt. Wenn er dann nach dem Regen grün wi '
so wird er mit dem Cultivator durchgearbeitet, der die e
stehende Grasnarbe zerstört. Wenn es wenig regnet, wird
Acker vor der Saat nur geeggt. Der Werth des Landes w
heute auf 30 Dollars per Acre veranschlagt, obschon DnG
lange nicht soviel dafür gezahlt hat, macht 1.800.000 o
Das sehr complette Inventar, der Fundus instructus, wir