5 Percent erreichte, so wurde sie den Preis des Bushels Weizen
nur um etwa 2 Cents, oder um 18 Kreuzer ö. W. per Metercentner,
erhöhen, was man zu obigen Zahlen hinzurechnen
möge. Die Steuer soll in diesem Jahre höher sein. Die
Staatssteuer soll i Percent, der Districtszuschlag Vî bis i Per
cent betragen, wozu noch Grafschaftssteuern kommen.
Jedenfalls ist die Steuer für dies Land der Millionäre sehr
niedrig.
Man wird kaum fehlgehen, wenn man annimmt, dass
selbst bei so schlechter Wirthschaft Weizen in Californien
überall, bei 7 Percent Verzinsung alles investirten Capitals
und selbst zu den Durchschnittspreisen, den Weizenboden heute
hat — 15 bis 50 Dollars — weit unter 50 Cents per Bushel
= 3.42 fl. per Hectoliter — 4.48 fl., rund 4‘/2 fl. per Meter
centner producirt werden kann, die Steuer eingerechnet. Dies
ist aber für Amerika ein viel zu hoher Productionskostenpreis.
Man versicherte uns, dass auf einer gut betriebenen
Wirthschaft in Kansas, auf gutem Boden, der zu jetzt üblichen
Preisen bezahlt wird, der Bushel Weizen zu 22 Cents oder der
Hectoliter zu 1.51 fl., der Mtc. zu 1.96 fl. producirt werden
kann.
In Oesterreich hat man alle Zahlen bei der Hand, um
die Steuern eines weizenfähigen Grundbesitzes von 6000 Acres,
die Kosten der Baulichkeiten und des Fundus instructus und
endlich den Ankaufspreis des Gutes festzustellen, ferner die
reinen Wirthschaftsunkosten und endlich den Ertrag, um auch
die oben für Mähren gemachten Wirthschaftsausgaben nach
anderer Localität anders festzustellen. Dies mögen intelligente
Wirthschaftsdirigenten thun und mit jenen Angaben vergleichen,
welche wir in einzelnen Theilen Amerikas zu ihrem Nutzen
sammeln.
Es scheint mir für diese Herren auch nützlich zu sein,
wenn ich mittheile, wie sich die reinen Productionskosten
ohne Steuer und Grundrente — auf künstlich bewässertem
Boden in Californien stellen, denn auf solchem wird schon
viel Exportweizen gebaut, mit dem unsere Producenten doc
concurriren müssen! Unsere Wirthschaftsdirigenten müssen