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laden oder in ihre Familien einfiihren, wie das sonst m Amerika
üblich ist. Dies kränkt unsere Dutzendreisenden und sie la
sehen mit Freude auf die Scandalgeschichten, welche ihnen i
den durchaus von Nichtmormonen gehaltenen Hotels ger
von den daselbst sich sammelnden „Gentilen,“ wie sich
Nichtmormonen — meist Juden — hier nennen, zum es
gegeben werden. Sind diese Reisenden Schriftsteller so ent
Lht ein Buch, glücklichsten Falles ein Journalartikel ube
die Mormonenpest, welche möglichst bald auszurotten sei, au
Ehre Amerikas.
Zion oder Salt Lake City liegt 37 Meilen sudheh
Ogden. Wir fuhren von 9 bis ii Uhr am 5. August v
letzterer Stadt nach Zion, fast überall durch eine wohl ang
baute Landschaft. An einer Stelle hatte sich die Colonie v
Ogden mit jener von Zion noch nicht vereint, und hier »
wieder die dürre Wüste zwischen den gesegneten Felder ■
gänzlich unvermittelt. Zur Linken hatten wir die Berge,
Rechten den 8o Meilen langen, bis 50 Meilen breiten gro
Salzsee. Der dazwischen liegende Landstrich in 10 is
Meilen Breite war dicht angebaut. Auf den 11.000 bis I3-Fuss
hohen Bergen sah man hie und da ewigen Schnee,
schon wir am heissesten Tage der Saison ankamen und
Thermometer too Grad Fahrenheit zeigte!
Wir besuchten den Chef des Agricultur - Departme
Obersten Winder, der uns mit zwei deutschen Gemmn
mitgliedern, dem Herrn Schettler aus N«wied und
Wilken aus Hamburg, bekannt machte. Die Aufnahm
die zuvorkommendste. uqI
Wir besahen zusammen das so interessante la e
und den im Bau begriffenen neuen, grossartigen Tempel;
deren Beschreibung kann man in jedem Reisebuck
Auch badeten wir im Salzsee, unter Männlein un
die sich in dem dicken Wasser, in dem man nicht unters
kann, aber das herrlichste Bad der Welt geniesst wei
gesellig amusirten. Am folgenden Morgen fuhren Graf
Széchényi, Baron Gudenus und ich mit Herrn Wilken m
p.inive Meilen südlich von der Stadt, wo wi