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jeden Krieg ausschliessende Föderation retten könnten. Seite
258 jenes Buches bezeugt er mir, dass ich von der „nécessité
de la paix en Europe“ überzeugt sei und dafür wirke. Dank
dem edlen Franzosen für dies Zeugniss bis in’s Grab hinein!
Es wird von meiner Stirn das Brandmal des Vaterlandesverraths
wegwischen, was deutsche Officiöse nichtswürdiger Weise
darauf zu drücken suchen; So, wie Le Play sagt, habe ich
im Auslande gewirkt, nicht aber meinem Vaterlande Feinde
daselbst zu schaffen gesucht.
Eine Union der continental-europäischen Mächte scheint
utopisch. Doch ist sie und die Wiederherstellung des kirchlichen
und socialen Friedens nothwendig, wenn nicht Europa
verarmen und unter die russische Herrschaft fallen soll.
Eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich
ist die zur Gründung einer solchen europäischen Staatenföderation
unumgängliche Vorbedingung. Sie muss von deutscher Seite
angestrebt werden, und in diesem Streben fand ich mich einig mit
dem unglücklichen aber genialen Staatsmann, Grafen Harry
Arnim. Auch waren wir über die Mittel dazu einig, welche
ein festes Bündniss beider Länder unter gegenseitiger Zufriedenheit
der Völker möglich gemacht haben würden. Ein
solches ist auch jetzt noch möglich, ln den Jahren unseres
Exils hatte er viel nachgedacht, in Gedanken viel gesühnt.
Ich habe wiederholt lange Stunden einsam mit ihm diese Angelegenheiten
besprochen und glaube, dass er auch in der
kirchlichen und socialen Frage meine oft niedergeschriebenen
Ansichten theilte.
Nun ist er dort eingezogen,
„quo pius Aeneas et divus Tullus et Ancus,“
wo Le Play ist und wohin auch ich gehen werde, ohne jene
friedfertige Union der europäischen Staaten gesehen zu haben,
die wir alle Drei in unseren reifen, letzten Lebensjahren
wünschten, wollten, vorbereiteten, soweit wir konnten.
Werden sich die kleinen europäischen Staaten weiter bekriegen,
wie die Indianerstämme Nordamerikas, während der
Russe in ihr Gebiet vordringt, wie der weisse Mann drüben
in das der Rothhäute? Werden wieder und wieder bei Be-