Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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in  der  Regel  10—12  s.  (Shillings).  In  Folge  dessen  muss  die
Fracht  für  das  Getreide  um  so  höher  sein,  da  das  Schiff  für
Hin-  und  Rückfahrt  über  4  Monate  braucht.  Sie  hat  zwischen
I  Pfd.  Sterl.  7  s.  =  27  s.  und  5  Pfd.  Sterl.  13  s.  =  113  s.  per
„lange“  Tonne  von  10  Mtc.  geschwankt,  und  kostete  im
August  1881  75  bis  82  s.  Im  letzten  Jahre  kosteten  429.256
verfrachtete  „lange“  Tonnen  1.902.682  Pfd.  Sterl.  Fracht  =
4  Pfd.  Sterl.  9  s.  per  Tonne  von  10  Mtc.  =  8.9  s.  per  Mtc.
=  11.12  Fres,  per  Mtc.  Im  Durchschnitt  der  letzten  5—6  Jahre
soll  sie  2  Pfd.  Sterl.  15  s.  =  55  s.  oder  ca.  6.9  Fres,  per  Mtc.
gekostet  haben,  hierzu  kommt  noch  die  Seeversicherung  im
Betrage  von  2  pCt.  vom  Werth,  sage  von  4  D.  per  Mtc  macht
8  c.,  so  dass  man  rund  7  Fres.  Unkosten  von  San  Francisko  bis
Europa  rechnen  kann  Die  Unkosten  der  Weizenlieferung  von
der  Farm  bis  zum  Schiffe  hatten  wir  auf  2  Fres,  per  Mtc.  im
Mittel  veranschlagt,  so  stellen  sich  denn  bis  jetzt  die  Gesammtunkosten
  per  Mtc.  von  der  californischen  Farm  bis  Europa  aut
ca.  9V3  Fres.  Im  Sommer  1881  waren  sie,  der  höheren  Seefracht ­
  wegen,  ca.  13  Fres.,  im  Jahre  1882  aber  weit  niedriger.
Die  Productionskosten,  dies  sei  hier  nebenbei  bemerkt,  dürfen
höchstens  mit  50  c.  per  Bushels  oder  9.25  Fres,  per  Mtc.  veranschlagt ­
  werden,  so  dass  also  im  Allgemeinen  der  Mtc.
Weizen  für  18Y2,  1881  für  22  Fres,  in  einen  continentalen  Hafen
geliefert  werden  kann  —  freilich  ohne  Geschäftsgewinn  für
den  Getreidehändler  !
Man  hofft  aber,  dass  der  Transport  des  Weizens  nach
Europa  bald  billiger  werden  wird,  wie  ich  das  schon  in  einem
früheren  Capitel  angedeutet  habe,  hier  aber  der  besseren  Uebersicht
  wegen  wiederhole.
Erstens  hofft  man  auf  die  Herstellung  irgend  einer  für
Seeschiffe  practicablen  Verbindung  zwischen  dem  Stillen  Meere
und  dem  Golf  von  Mexiko,  wobei  ich  bemerken  will,  dass  im
V.  J.  die  Kaufmannschaft  von  San  Francisko  eine  Commission
zur  Begutachtung  der  verschiedenen  diesbezüglichen  Projecte
einsetzte  und  diese  sich  sehr  entschieden  gegen  den  Lesseps’schen
Canal  über  Panama  erklärte,  aus  Gründen,  welche  ich  schon
früher  entwickelt  habe,  namentlich,  weil  Segelschiffe  ihn  in  der
Regel  nicht  würden  erreichen  können.  Man  ist  dort  in  erster
            
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