Full text: Die Theorie des Geldes

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Geld und Waare. 
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hehle, ebenso wie ja auch das naive Wohlgefallen an 
Edelsteinen, Perlen etc. im Laufe der Zeit und unter 
dem Einfluss der Kultur und der Reflexion bei den ge 
bildeten und überbildeten Völkern und Volksschichten 
sehr in den Hintergrund getreten sein. Jedenfalls aber 
hat man es doch bei den Edelmetallen mit einer Werth 
schätzung zu thun, die, ursprünglich aus einem rein 
ästhetischen Wohlgefallen hervorgegangen, sich durch 
Gewohnheit und Uebertragung bis auf den heutigen 
Tag in Wirksamkeit erhalten hat, und nur unter dieser 
Voraussetzung ist, wie ich glaube, die unbedingte und 
uneingeschränkte Annahme, welche die Edelmetalle noch 
jetzt fortwährend als Mittel des Entgeltes finden, auf 
eine natürliche Weise zu erklären®). 
8) Man könnte mir vielleicht einwenden, dass ja nicht allein 
Gegenstände eines ästhetischen Wohlgefallens, sondern auch Ge 
genstände eines dringenden Bedarfs oder greifbaren Nutzens als 
Geld gedient haben und theilweise noch jetzt bei manchen Na 
turvölkern, in den entfernteren Theilen der Erde, als Geld im 
Gebrauch sind: Korn und Salz, Fische, Leder und Pelz werk, Ta 
bak, Oel, Sclaven und Heerdenvieh, Leinen- und Wollenstoff, 
Eisen, Kupfer, Erz u. s. w. Indess behaupte ich ja nicht, dass 
die absolute „Geltung“ im Handel oder die unbedingte und un 
eingeschränkte Annahme als Mittel des Entgeltes immer eine 
Werthschätzung aus ästhetischen Gründen zur Voraussetzung habe 
oder immer nur und allein aus einem ästhetischen Wohlgefallen 
liervorgehen könnte. Was ich behaupte, ist vielmehr nur, dass es
	        
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