Full text: Die Theorie des Geldes

Geld und Waare. 
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Und in diesem Sinne wird auch gewöhnlich die Be 
zeichnung „Werthmass‘‘ verstanden, wenn von dem 
Gelde gesagt wird, dass es nicht allein als „Tausch- 
mittel“, sondern zugleich als „Werthmass“ den Waaren 
gegenüber diene. 
Ist nun die Vorstellung, dass „was gegeneinander 
austauschbar, auch einander im Werthe gleich“ (aequi- 
valent) sei oder gleich sein müsse, oder dass das quan 
titative Verhältniss, in welchem zwei Dinge gegenein- 
bciden ausgetauschten Dinge einander im Werthe gleich, 
Àequivalente sind, beim Kauf und Verkauf, dass der fVerth 
beider Dinge deshalb der gleiche sei, weil sie beide 
einem dritten gleich sind**, 
Goldschmidt, Handelsr. 3. B. Abs. I, Cap. 1 p. 375, 376. 
K. Marx, Das Capital (II. K.) I. Bd. (Hamb. 1873) p. 13: 
,,Nehmen wir zwei IVaaren z. B. Weizen und Eisen, welches immer 
ihr ^ustauschverhällniss, es ist stets darstellbar in einer Glei 
chung, worin ein gegebenes Quantum IVeizen irgend einem Quan 
tum Eisen gleichgesetzt wird. 
Knies, „Das Geld“, Berlin 1873, p. 129: ,,Gleichwohl bleibt 
Bezeichnung und Begriff der fVerthaquivalente in dem Sinn wohl zu- 
trefjend, dass wo immer bestimmte Quantitäten verschiedenartiger Güter 
im Verkehr gegeneinander umgesetzt werden, diese ein gleiches 
Mass fungiblen IVerthes zur Geltung bringen** und p. 140: ,,Die 
fVerthmessung eines Gutes erfolgt eben dadurch, dass das Quantum 
Geldes bezeichnet wird, welches im Tausche ein Aequi- 
Vnient bildet.**
	        
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