Full text : Die Theorie des Geldes

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Capitel  I.

jecliven“  Standpunkt  des  einen  oder  anderen  der  beiden
Contrahenten,  so  stellen  doch  vom  „objectiven“  Standpunkt ­
  der  ganzen  Volkswirthschaft  aus  die  gegeneinander ­
  umgesetzten  Gegenstände  oder  Quantitäten  gleiche
Werthe  dar  ^
Was  soll  dies  heissen?
Aller  Werth  ist  seiner  Natur  nach  immer  eine  Beziehung ­
  zu  bestimmten  Personen.  Einen  „objec-11)

  Vrgl.  Roscher,  Syst.  I  §  100:  ,,IUer  {beim  „billigen^*
Preis)  gewinnt  Jeder,  indem  er  das  nach  seiner  Ansicht  minder  nothwendige
  Gut  hingiebt  und  das  nothwendigere  dafür  empfängt.  Es
sind  aber  vom  Standpunkt  der  ganzen  Volkswirthschaft
{IVeltwirthschaJt)  aus  die  gegebenen  und  empfangenen  fVerthe  gleicfd*
und
Knies,  Erörter.  über  den  Credit  (Tüb.  Zeitschrift  1859
p.  574):  ,,Wenn  auch  für  das  subjective  Urtheil  der  beiden  Tauschenden ­
  das,  was  sie  empfangen,  werthvoller  erscheint  als  das,
tuas  sie  hingeben,  das  objective  Urtheil  des  Marktverkehrs  überhaupt ­
  setzt  grade  die  GI  eic  hw  er  thung  an“.
Schönberg,  Handbuch  d.  Pol.  Oekon.  I.  Tübingen  1882.
(Neumann,  Grundbegriffe),  p.  128:  „Subjectiv  d.  h.  eben  auf
die  Wünsche,  Interessen  u.  s.  w.  gewisser  Personen  bezogen  sind
a  und  b  im  Momente  des  Tausches  nicht  von  gleichem  IVerth.
Aber  objectiv  d,  h.  abgesehen  von  den  Wünschen,  Interessen
u.  s.  w.  gewisser  Personen  und  allein  auf  die  Thatsache  gegenseitigen ­
  Entgeltes  bezogen  können  a  und  b  in  der  That  gewissermassen
  gleichwerthig  genannt  werden“  (das  „gewissermassen"
  ist  bezeichnend).
            
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