Full text: Die Theorie des Geldes

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Bedarf an Geld. 
(i. h. ein Transport oder eine Orts Veränderung, verbun 
den sein, nothwendig aber und zum Wesen der Sache 
gehörig ist das durchaus nicht. Vielmehr ist der Akt 
der Zahlung so gut wie der Akt des Umsatzes, seinem 
Wesen nach nur ein Besitzwechsel. Daher passen 
auch alle jene mechanischen oder technologischen 
Analogien nicht hierher. Es hat einen guten Sinn 
zu sagen, dass die Leistung eines Transportschiiles 
nicht allein durch den Tonnengehalt sondern auch 
durch die Fahrgeschwindigkeit desselben bedingt sei, 
weil eben diese Fahrgeschwindigkeit oder die Anzahl 
von Fahrten von bestimmter Wegelänge, welche ein 
und dasselbe Schiff innerhalb eines bestimmten Zeit 
raumes ausführt oder auszuführen vermag, wesentlich 
mit von ihm selbst, d. h. seiner technischen Art und 
Beschaffenheit, abhängt. Wieviel dagegen Umsätze oder 
vielmehr Zahlungen mit Hülfe ein und desselben Geld 
stücks innerhalb eines bestimmten Zeitraumes bewerk 
stelligt werden oder werden können, oder, wenn man 
schon den Ausdruck „Geschwindigkeit“ hier gebrauchen 
will, wie geschwind das Geld die Hände wechselt oder 
zu wechseln vermag, das hängt nicht von dem Gelde 
selbst und seiner Art und Beschaffenheit, sondern einzig 
und allein von Umständen ab, die ganz ausserhalb des 
Geldes liegen oder denen gegenüber das Geld eine
	        
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