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Spielkarten
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Spiritus
in großer Mannigfaltigkeit hergestellt
Bell f ^ ordinärsten bis zu den feinsten, mit
auch mit abgerundeten Ecken, mit
fr« " . ® Goldrand. Man hat deutsche und
für den Export auch eng-;
®.> spanische, portugiesische, malayische,
fah (chinesische u. s. w. Die Spielkarten-0r/**^^^*°**
ist in Deutschland an zahlreichen
T verbreitet, so namentlich in Nürnberg,
ipzig, Stralsund, Darmstadt, Chemnitz, Gosein
^ iu allen Ländern sind die S.
u, fgesetzlichen Stempelabgabe unterworfen
Bch ihre Fabrikation gesetzlichen Be-.
ngen. In Deutschland setzt ein Gesetz
k" ^^P^elhartenstempel auf 0,30 Mk. für jedes
0 5n oder weniger Blättern und
tijp für jedes andere Spiel fest; ausgenomiiehp
*^*®®®*’ Abgabe sind nur die unter amt-*"
-Kontrolle ins Ausland gehenden S., sowie
^„^***® Gebrauche als Oblaten eingerichteten
ein7 T* üie Kinderspielkarten, sofern die
Ijgi ^ Blätter nicht mehr als 35 mm in der
Sterrf iu der Breite messen. Die
Laj, ,P®labgaben fließen zur Keichskasse, und
Staat ^^*^f(cuipelabgaben der einzelnen deutschen
Pabrfif yerden nicht mehr erhoben. Über den
8ej "^sfionsbetrieb bestimmt das zu obigem Geferti^
®ci^sene Regulativ folgendes: Wer S. anderen^°i
hat der Zolldirektivbehörde, in
«ine Anfertigung stattfinden soll,
hiuiii und Zeichnung der Fabrikdie
ff zwei Exemplaren einzureichen, welche
Wenn Anlage und alle einzelnen Gebäude —
Kartp nicht alle Räume derselben zur
n,nß ®"‘^hrikation bestimmt sind — umfassen
trigC Gie Räume, worin die Fabrikation begabp
j müssen, soweit möglich, unter Anchen
• j speziellen Fabrikationsteiles, für weleinzelne
Raum bestimmt sein soll,
(lod . bemerkt werden. Die Fabrikanlage
Art b ^ einzelnen Räume derselben müssen der
sionen sein, daß die steuerlichen Revikeiten
®®(u Zwecke entsprechend ohne Schwierigginiip
^usgeführt werden können. Von dem Be
^sten Betriebes ist der Steuerbehörde spä-Za
®u dem vorhergehenden Werktage Anzeige
Meiipp ®“- Ger Einzelverkauf von. S. in
Spigji *\^uu weniger als zehn Spielen ist dem
Vq^ .“(^enfabrikanten nur in einem besonderen,
^««tuM *1 Kabrikräumen völlig getrennten Lokale
kartenf ¿ .Infolge der Kontrolle über die Spielstat;.».
^hrikation haben wir über dieselbe genaue
AtirrolxAWk T«v« -«o<je/o/>
"»LAtiaK imue
j® -^uRshen. Im Etatsjahr 1885/86
^«utspb”'® -(^pzahl der Spielkartenfabriken im
''Orbe, ®\ fl®mh 61, ebensoviel wie im Jahre
hatte d« . . Anfänge des Etatsjahres 1885/86
&0 Hß *u diesen Fabriken vorhandene Bestand
^«Uivpp*'iîf.!'®*^®® S' G71 894 Spiele von 36 oder
*ls 3q und 177 996 Spiele von mehr
"labre« yittem betragen, und am Schlüsse des
2Q7 Q .1« sich derselbe auf 758 570 bezw.
^678 Pmle, nachdem im Laufe des Jahres
. 1 304 541 Spiele zu- und 3 591 825
i*®Sem 050 Spiele ahgegangen waren. Von
,®Z\v qhgange sind versteuert worden 3 388 796
}*«2w oap^ ^^4 Spiele (im Vorjahre 3 291 944
(l88á'/o- 3514 Spiele): 199 714 bezw. 1
»pieie); 199 714 nezw. i 055 527
'0 das 365 bezw. 1 074 943) Spiele wurden
Au 1 ausgeführt. Einschließlich der
®*°8«Rangenen und in den freien
Rebiet üb^^y®^"®" Spielkarten sind im Reichs-'®chrai,pi^"^®"P*
zur Versteuerung und in den
®" gelangt 3 405151 Spiele von 36 oder
I weniger Blättern und 209 664 Spiele von mehr als
36 Blättern (1884/85 3308100 bezw. 212417 Spiele).
Spinell. Ein in verschiedenen Varietäten vorkommendes
Mineral, tesseral kristallisierend, in
reinster Form nur aus Thonerde und Magnesia
bestehend, dann farblos und durchsichtig, häufiger
gefärbt durch Eisen und Chromoxyd. Die roten
(karmin, ponceau, rosa), besonders schön gefärbten
und durchsichtigen, sind meist geschätzte
Edelsteine; sie ähneln den Rubinen und gelten
oft als solche, sind aber in den Bestandteilen
und der Kristallform ganz anders beschaffen und
erreichen auch die orientalischen Rubine weder
im Feuer und der Sättigung der Farbe, noch in
der Harte und Schwere. Diese Steine heißen
Rubinspin eile, und wenn sie blaß gefärbt sind,
Balasrubine. Die Färbungen dieser letzteren
sind blaßrot bis gelblichrot. Sie sind nicht so
selten wie die ersteren, aber keineswegs gemein,
und werden, wenn rein und tadelfrei, auch gut
bezahlt, im allgemeinen aber doch geringer als
die rubinähnlichen. Unter Almandinspinellen
begreift man allerlei bläuliche, violette, rötlichbraune
und sonst dunkelfarbige Sorten geringeren
Wertes. Die edlen Spinelle kommen aus fernen
Ländern und werden in Ost- und Hinterindien,
auf Ceylon, in der Tatarei, einzeln und selten
im Schuttland und im Sande von Flüssen und
Bächen gefunden. Steine von drei Karat und
höher sind selten und teuer und erlangen in
guten Exemplaren Diamantpreise. Geringere
Varietäten sind häufiger und finden sich in Böhmen
und Siebenbürgen, in Schweden (blaue), in
Australien, in Südamerika. Die dunkelgrünen
und schwärzlichblauen Varietäten führen den besonderen
Namen F leonast, eine grasgrüne Varietät
heißt Chlorospinell, eine schwarze aus
den Pyrenäen Picotit. — Zoll: S. Edelsteine.
Spiritus (Geist, Sprit, frz. esprit, engl,
spirit). Unter diesem Worte ohne nähere Bezeichnung
wird bekanntlich der Weingeist oder
Alkohol verstanden, der unter „Branntwein“ abgehandelt
ist. In früheren Zeiten wurden eine
Menge Flüssigkeiten, die mit dem Weingeist gar
nichts gemein haben, mit diesem Namen belegt
und durch einen Zusatz näher bestimmt, jetzt
ist hei vielen die Bezeichnung als Spiritus weggefallen.
Die meisten und gebräuchlichen Präparate
dieser Art jedoch enthalten Weingeist und
sind Destillate von Weingeist über Pfianzenstoffe
und man hat hiervon Angelika-, Anis-, Kümmel-,
Löffelkraut-, Wacholder-, Lavendel-, Melissen-,
Rosmaringeist oder -Spiritus u. s. w. Der Ameisenspiritus
(lat. sp. formicarum) entsteht in gleicher
Weise durch Destillation von Weingeist über
lebenden Ameisen, wird aber jetzt durch Auflösen
von Ameisensäure in Spiritus dargestellt.
Senfspiritus (sp. sinapis) ist eine Auflösung von
ätherischem Senföl in Weingeist. Auch bei anderen
Arten von Pflanzenspiritus handelt es sich
mmer nur um die betreffenden ätherischen
Pflanzenöle, und es können dieselben daher statt
der Destillation von Pflanzenteilen kürzer durch
Vermischen des Weingeistes mit den käufUchen
ülen hergestellt werden. Kampferspiritus (sp.
camphoratus) und Seifenspiritus (sp. saponatus)
sind bloße Auflösungen von Kampfer, resp. Seife,
Verschiedene hierher gehörige
Flüssigkeiten sind ätherhaltig, so sp. aceticoaethereus,
Essigätherweingeist; sp. muriaticoaethereus,
Salzäthergeist (versüßter Salzgeisl);
sp. nitrico-aethereus, Salpeteräthergeist (versüßter