Spitzen
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Stahlschreibfedern
: Partie die Nadeln ausgezogen und
noch offenen Löcher des Klöppelbriefes
g 1 ^or Klöppelsack wird nach Bedürfnis
j*') nnd wenn die fertige Partie abgehangen
g |/^no frei herabhängt, kann die Arbeit auf dercpK
** Patrone beliebig oft rund herum fort-Ut
nämlich die Arbeit eine Meterware
' bekanntlich kommen aber im Spitzenfach
SD> ^ nnr solche schmälere und breitere Besatz-Sei
sondern auch Kragen, Fanchons, Barben,
ileier, Taschentücher, Shawls, Vorhänge und
hat vor. In Belgien und Frankreich
lei Klöppelkissen die Form eines flachen
c t gewölbten Pultes; die Klöppel liegen auf
selbst auf, während sie am deutschen
®^“.frei herabhängen. — In der Schweiz wird
Ka , P'^^cuklöppeln besonders betrieben in den
. j onen Bern, Turgau, Waadt und Neuenburg;
«äet f"^chland hat die Industrie ihren Sitz im
Y^i ***®^hen Erzgebirge und östlichen Voigtlande
*^cn benachbarten böhmischen Distrikten.
> Annaberg, Schwarzenberg, Eiben-2gi
. ’ Neustädtl, Schönheida, Bärenwalde besond
Gegenden, wo diese Hausarbeit begetrieben
wird; sie sind die Sitze des
ti„^®®oandels in die Feme. Zwischen den dordie
** Kaufleuten und den Klöpplerinnen stehen
Ort/ï.^’ Verleger und Verlegerinnen, die in jeder
tige zu Anden sind. Sie sammeln die feriß
Í Arbeiten und bringen sie nach den Städten
iliß Handlungen; diese suchen sich aus, was
Mete* erscheint, denn wenigstens von den
ßej. rj^P'tzen, früher Ellenspitzen, wird ein gro-^be
oicht vorher bestellt. Die Kaufleute
lan„^ ®pg- Stickerinnen, welche die verschieden
Zajjj ® Streifen auf Stücke von bestimmter Meterehjg
zusanimennähen. Es geschieht dies mit
kgß *0 feinen Naht, daß sie selbst ein Sachentdeckt.
Die Ware erhält ge-Pgp
noch eine Appretur, wird daun auf
MnteT oder Kähmchen geschlagen, mit eleganten
aägL . gon verseilen und so versandt. — Die
hat ^^omals sehr blühende Spitzenindustrie
alg J. ®ehr durch die Maschinenarbeit gelitten
geß .*® belgisch-französische, weil sie im allant
d***^*^ einfache Erzeugnisse lieferte, welche
den k** Maschinen am ehesten nachgemacht werschin
*^®**^o und man den falschen Weg ein-Pfgv
^or Konkurrenz durch Herabsetzung der
dai-an^f ^fg^gooo zu wollen. Es ist sehr oft
iiveip biugewiesen worden, daß der Industrieierp
ourch Weiterbildung, durch Verfeinerung
die wieder gehoben werden müsse und
^Gibe^^^'^'^^be Regierung unterhält seit einer
24 ^...^on Jahren in diesem Sinne im Gebirge
'veseij^?P®^*‘^bulen, die nicht ohne Nutzen ge-?®Oiac}**t*’*^'
Hs werden auch sehr feine Sachen
«eilg Jb daneben aber auch so einfache und wohl-Mrft
1^ .die Arbeit nur einen Huugerlohn ab-**"beite
muß der Kaufmann solche Sorten
die eben gangbar sind, und hierin
frage polten Wechsel ein. Manchmal ist Nachbeiteri^**^“
®*oer Sorte, für welche es an Ar-*'ibild****®?
^®blt und solche nicht so leicht herankl(jß
Mnd. Vor kurzem ist auch eineSpitzen-^^bste
^***®'®®bine patentiert worden. Die eindie
ond genügst lohnenden Sorten bilden
^Often Mohairspitzen, die sog. Woll-*PGzp
’ Plechtspitzen und die Bett-■^ofertiiî*'
H^'oile Geschicklichkeit gehört zur
tnd von Guipüre-, Chantilly-, Schnürlfriuen
^®^grundspitzen. Sehr zart wollen die
ouienen Pikots, Valenciennes und Eternelles
behandelt sein. Kragen, Perlerinen, Taschentücher,
Manschetten u. dgl. erfordern immer gut
geübte Arbeiterinnen. Dem Material nach werden
im Erzgebirge baumwollene, leinene Zwiraund
Seidenspitzen gearbeitet. Die schwarzseidenen
Guipürespitzen sind zur Zeit Hauptartikel
, außerdem Zwirn- und Guipürespitzenkragen,
Fanchons, Barben u. dgl., welche Arbeiten
etwas besser lohnen als die Ellenwaren.
\ alenciennes werden zum Ausputz von Stickereien
gefertigt; es sind aber eben für diese wie für
Chantilly nicht genug geschulte Arbeiterinnen
vorhanden. Im allgemeinen haben sich in Sachsen
die Verhältnisse der Spitzenindustrie neuerlich
gebessert und die Löhne haben erhöht werden
können. Die sächsischen S. haben ihr Absatzfeld
in Deutschland und Amerika. Als den
Hauptkonkurrenten, der die Löhne niedrig hält,
betrachtet man in Sachsen das benachbarte
Böhmen. — Auch im Hirschberger Kreise im
schlesischen Gebirge ist seit 1855 die Spitzenindustrie
eingeführt worden und es werden von
etwa 1200 Arbeiterinnen hauptsächlich genähte
Brüsseler und Valencienner Waren produziert,
die ihren Absatz in Paris haben sollen. — Spitzengrund
für genähtes. (Bobbinet) muß immer noch
aus England bezogen werden, da mehrere Versuche,
diese Fabrikation in Deutschland einzuführen,
an der Ungunst der Verhältnisse gescheitert
sind. — Zoll: S., auch in Verbindung
mit Schmelz, Stroh, Glas- oder Stahlperlen, aus
Baumwolle Nr. 2d 6; aus Leinen geklöppelte
Nr. 221; gewebte oder gewirkte Nr. 22h; seidene
oder halbseidene Nr. 30e ; wollene auch in Verbindung
mit Baumwolle, Leinen oder Tierhaaren
Nr. 41 d 7. Nachahmungen von S., z. B. sogenannte
Trimmings, werden wie S. verzollt.
Sprotte (Breitling, CTupea sprattus L.),
zu den Heringen gehörender, etwa halb so großer
Fisch in der Nord- und Ostsee, 8 bis 10 cm
lang, oben blau, seitlich silberfarben, wird an
den Küsten in großen Mengen gefangen und eingesalzen
und geräuchert zu Handelsware präpariert;
als beste S. gelten die Kieler. Hauptfan
gorte sind außer der Kieler Bucht Kent,
Essex, Suffolk in England, Bretagne und Normandie
in Frankreich bis hinauf nach Island.
In der Ostsee gelten die bei Kiel gefangenen
Fische für die besten, daher denn folgerichtig
alle bei uns im Handel beflndlichen als Kieler
gehen. Anders wie als Kieler S. kennt man bei
uns kaum den Fisch; er mischt sich aber auch
in Menge, gelegentlich mit jungen Heringen,
unter die gesalzenen Sardellen und geölten Sardinen.
Der geräucherte Fisch hat bekanntlich
einen feineren Geschmack als Pökling; eine wirkliche
und unter Umständen obendrein sehr wohlfeile
Delikatesse, namentlich in England, gewährt
er in frischem Zustande, nur eine M*inute
lang auf einem Drahtroste über Kohlenfeuer gehalten
und heiß gegessen. Vgl. Heringe. —
Zoll: Geräucherte S. gern. Tarif Nr. 25g 2.
Stahlschreibfedern (Stahlfedern, frz.
plumes métalliques, engl, writing pens, span,
plumos para escribir), — Dieselben sind jetzt
so allgemein im Gebrauch, daß die heran wachsende
Generation den Gänsekiel kaum noch kennt.
Die h abrikation der S. ist von England ausgegangen,
woselbst heute noch Birmingham die
Fabrikation fast allein in Händen hat; es bestehen
da vier Fabriken ersten und mehrere
zweiten Ranges, die zusammen über 1000 Mill.