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gegeben haben werden, wird der amerikanische
Stahltrust die Beziehungen nutzbar machen, die
seine Vertreter anläßlich der Amerikareise mit
Herrn Witte anknüpfen werden. Gewiß, man
kann nicht behaupten, daß uns England in
handelspolitischer Beziehung das Leben leicht
macht. Aber bis zur Stunde haben das Mutter
land und ein Teil der Kolonien sich noch nicht
hinter Zöllen verbarrikadiert. England ist ein
guter Kunde, freilich auch ein scharfer Konkurrent
gewesen. Aber will man jetzt schon die Kon
kurrenz als ein Verbrechen betrachten? Geirügt
sie zur politischen Gegnerschaft? Fragt nur cin-
nral urrsere Kaufleute, rvie ihnen der Buren
rummel bekommen ist, und wie die sortwähren-
derr deutsch-englischen Plänkeleien, wie die Ver
hetzung arlfs Geschäft wirkt?
Irr Wahrheit verbietet urrs gerade unser England und
rvirtschaftliches Interesse, das englische Volk zu Deutschland
provozieren. Glaubt sich die Diplomatenzunst
darüber hinwegsetzen zu können, so ist das ihre
Sache, der Reichstag mag sich nicht Aufklärung
über ihre Beweggründe holen. Aber unbegreif
lich ist, daß mit einem Bündnis zwischen
Deutschland, Frankreich und Rußland auch
solche Preßorgane sympathisieren, die unter
liberaler Flagge segeln. Im Kampf gegen die
Reaktion bildet heute Frankreich das Zünglein
an der Wage. Im Bündnis mit England
werden seine Träger freiheitlicher Ideen gestärkt,
treibt Deutschland es zum neuen Bund mit
Rußland, so wird auch in Frankreich allmählich
wieder das politische Dunkelmännertum gestärkt.
Die Zeiteir der heiligen Alliance leben wieder auf.
Hier ist nicht der Ort, diese Frage weiter
auszuspinnen. Aber ich warf sie nicht nur auf
unr des inneren Widerspruches willen, in den:
sich unsere Liberalen befinden. Der polilischen
Konstellation der nächsten Jahre ist eine sehr
große finanzpolitische Bedeutung beizumessen.
Denn wie wirkt sie auf Rußland zurück? Einem
isolierten Rußland bleiben nur zwei Möglich
keiten: Revolution oder energische Reform. Ein