Full text: Banking standards under the federal reserve system

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I. 3. Organisatorische Vorarbeiten. — I. 4. Aufnahmearbeiten. Erhebungsbogen. 
3. Organisatorische Vorarbeiten. 
Die Aufnahmearbeiten für die Stadt Hamburg 
(ohne den Hafen) sowie für die Landherrenschaften 
der Geest- und Marschlande wurden vom Statisti 
schen Landesamt geleitet, während die Ausführung 
der Zählung im Hamburger Hafen die Hafenpolizei, 
in der Landherrenschaft Bergedorf für die Stadt 
Bergedorf das dortige Magistratsbureau, für den 
übrigen Teil der Landherrenschaft das dortige 
Landherrenschaftsbureau, im Amte Ritzebüttel die 
dortige Amtsverwaltung übernommen hatte. Für 
die Stadt Hamburg (ohne den Hafen) waren 
24 besondere Volkszählungsbezirksstellen ein 
gerichtet worden, von denen sich 10 (Altstadt- 
Nord und -Süd, Neustadt-Nord und -Süd, St. Georg- 
Nord und -Süd, St. Pauli-Nord und -Süd, Steinwärder 
und Kleiner Grasbrook) in den Diensträumen des 
Statistischen Landesamts befanden; die übrigen 14 
lagen in Mietsräumen möglichst mitten in den be 
treffenden Stadtteilen. Die Leitung dieser Bezirks 
stellen lag in den Händen von 13 Bureaubeamten des 
Statistischen Landesamts, unter deren Aufsicht 
(nicht festangestellte) Oberprüfer und Prüfer die 
Tätigkeit der Zähler überwachten. Die obere Leitung 
der gesamten Erhebung hatte der Direktor des 
Statistischen Landesamts. Ehrenamtliche Organe 
waren an dieser Aufnahme nicht beteiligt. Die 
Bezirksstellen wurden am 28. November geöffnet und 
in den Tagen zwischen dem 17. und dem 21. De 
zember wieder eingezogen. 
Eine wichtige vorbereitende Arbeit war die Ein 
teilung des Staatsgebietes in Zählbezirke. Als 
Grundlage dienten die letzten Bevölkerungsauf 
nahmen mit den grundstücksweise festgestellten 
Bewohnerzahlen. Die mit dieser Einteilung beauf 
tragten Beamten hatten genaue Verzeichnisse der 
den einzelnen Zählbezirken zugeteilten Grundstücke 
anzulegen und die Grenzen der Bezirke auf Karten 
großen Maßstabes (1:4000, für die innere Stadt 
1:1000) einzutragen, so daß ein Übersehen von 
Grundstücken und Zweifel betreffs der Zugehörigkeit 
zu dem einen oder anderen Bezirk als ausgeschlos 
sen gelten konnten. Die Stadt Hamburg (ohne 
Hafen) war in 1756, die Landherrenschaft der Geest 
lande in 31, diejenige der Marschlande in 32, die 
Landherrenschaft Bergedorf in 55 und Ritzebüttel 
in 33 Zählbezirke eingeteilt worden. Für jeden 
Bezirk war zunächst ein Zähler in Aussicht genom 
men; jedoch wurden auf dem Landgehiet in einigen 
Fällen auch zwei Bezirke einem geeigneten Zähler ; 
überwiesen. In den größeren Anstalten der Stadt 
und des Landgebietes erfolgte die Aufnahme durch | 
eigene Angestellte. Der Hafendistrikt war in die 
10 Hafenpolizeibezirke zerlegt worden, von denen ! 
die meisten noch wieder in mehrere Unterbezirke j 
eingeteilt waren. Im ganzen waren im Hafen 
18 Offizianten bei der Aufnahme tätig. Hinsichtlich 
der Gewinnung, Unterweisung und Auswahl der 
Zähler wurde wie im Jahre 1905 verfahren. In 
der Stadt hatten an den Unterweisungen rund j 
2000 Personen teilgenommen, von denen 1947, 
darunter 248 weibliche Personen, als brauchbar ! 
angesehen wurden. Für das Landgebiet über 
nahmen die dortigen Leiter der Zählung und 
das Statistische Landesamt die mündliche Unter 
weisung der meistens aus Lehrern und Offizianten 
bestehenden Zähler. Die Hafenpolizeibeamten, die 
für die Zählung im Hafen bestimmt waren, wurden 
nach einer besonderen Anweisung von ihrem Kom 
mandeur angeleitet. Die Gesamtzahl der Zähler 
betrug 1816, von denen 1696 auf die Stadt Hamburg, 
17 auf die Geestlande, 15 auf die Marschlande, 
55 auf Bergedorf und 33 auf Ritzebüttel entfielen. 
Nach der Wiedereinsammlung der Haushaltungs 
listen arbeiteten die Zähler zum Teil als Prüfer oder 
Boten in den Bezirksstellen und später in der Zen 
tralstelle weiter. Abgesehen von der Arbeit der 
13 Bureaubeamten sind 5680 Arbeitstage auf die 
Prüfung der Angaben und die Feststellung der 
Hauptergebnisse (Anzahl der bebauten Grundstücke, 
der Wohnungen, Geschäftsräume, Haushaltungen 
und Bewohner) verwandt worden. 
4. Aufnahmearbeiten. Erhebungsbogen. 
Bei der Austeilung und Wiedereinholung der 
Listen, die sich wie im Jahre 1905 vollzog, wurden 
fast die gleichen Erfahrungen gemacht wie damals. 
Von den in der Stadt ausgeteilten 272 418 Vor 
drucken gingen 29,56 % am ersten, 35,25 % am 
zweiten und 23,85 % am dritten Tage wieder ein. 
Der Rest wurde bis Weihnachten entweder eingeholt 
oder eingesandt. In einigen Fällen waren die 
Angaben nur zu erlangen, nachdem die zur Aus 
füllung der Haushaltungsliste Verpflichteten unter 
Strafandrohung vorgeladen worden waren. 
Nach der rechnerischen Feststellung des vor 
läufigen Ergebnisses der Volkszählung erfolgte noch 
mals eine genaue Prüfung der gemachten Angaben. 
Unvollständige und fehlerhafte Eintragungen 
mußten in vielen Fällen durch Nachfragen richtig 
gestellt werden. Der Umstand, daß bei der Bevölke 
rung hinsichtlich der Bezeichnungen „vorübergehend 
an- oder abwesend“ immer noch irrige Auffassungen 
herrschten, machte in erster Linie Änderungen er 
forderlich. Mit dem Ende des Jahres war der größte 
Teil der Nachprüfungen erledigt, und die Zusammen 
stellung des endgültigen Ergebnisses konnte vor 
genommen werden. Dieses wurde dann einige 
Wochen später veröffentlicht. 
Bei der Volkszählung des Jahres 1895 war Ham 
burg vom Karten- zum Listenverfahren übergegangen. 
Seitdem hat es die Haushaltungsliste, deren Vor 
züge im Bericht über die Volkszählung des Jahres 
1905 des näheren dargelegt worden sind, beibehalten. 
Außer Geschlecht, Geburtstag, Geburtsort, 
Familienstand, Beruf, Religionsbekenntnis und 
Staatsangehörigkeit berücksichtigte die Volkszählung 
vom Jahre 1910 noch den Abwanderungsort 
der Zugezogenen, den Beschäftigungs 
ort der Erwerbstätigen und die von den 
Schüler(inne)n besuchte Unterrichtsanstalt. Der 
sonstige Inhalt und die Fassung der Haushaltungs 
liste gehen aus dem Abdruck hervor. (Seite 3, 
4, 5, 6.)
	        
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