Full text: Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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worth für obige Hypothek vorhanden ist. Eine andere Ausstellung 
besagt, dass zu viele Hypotheken in der Provinz Posen belegen 
seien, was jedoch nicht näher nachgewiesen worden ist, und was 
an sich noch kein Beweis von der Mangelhaftigkeit des Geschäfts 
betriebs wäre, da andere Anstalten, deren Solidität dieselben 
Kritiker nicht anzweifeln, wie z. B. die Schlesische Bodenkredit 
bank in Breslau, auch grossentheils posen’sche Hypotheken besitzen. 
Drittens wird dem Meininger Institut nach gesagt, es übernähme 
schlechte Schulden von der Meininger Kreditbank. Auch dies ist 
bisher unerwiesen. Viertens soll es in Ungarn Landgüter belieben, 
und fünftens in Berlin auf minder gute Objekte Gelder ausgeliehen 
haben, — Beweise ebenfalls nicht beigebracht. 
Aus den mancherlei Anfeindungen, denen die Deutsche Hypo- 
pothekenbank in Meiningen solchergestalt ausgesetzt ist, hätte ihre 
Direktion wenigstens heuer, wo man der letzten Pfandbrief-Emission 
gerade durch Verbreitung derartiger Naehrichten Schwierigkeiten 
zu bereiten versucht hat, Anlass nehmen sollen zur Veröffentlichung 
eines ganz genauen Nachweises ihres Hypothekenbesitzes. Leider 
hat sie das nicht gethan, sondern sich auf folgende Daten beschränkt : 
Von den zur Auszahlung gelangten 3043 Darlehen mit 49,71)8,811 M. 
Kapital kommen 3461 auf Preussen, 41 auf das Königreich Sachsen, 
72 auf Bayern, 49 auf die österreichisch-ungarischen Kronländcr, 
2, sage zwei auf Sachsen-Meiningen etc. (Der Daseinszweck der, 
behördlich konzessionirten und der Kegieriingsaufsicht unterstehenden 
Anstalt scheint sich also für das Hciinathland auf die Erhebung 
von Steuern zu beschränken, deren die Bank 1870 21,000 M. an 
den Staat und 19,800 M. an die Stadt zu zahlen hatte). Man 
sieht hieraus nicht, wie sich der prcussische Hypothekenbesitz nach 
Provinzen vertheilt, wie viel davon auf Berlin fallt und dergleichen. 
Auch eine Spezifikation des österreichisch-ungarischen Hypotheken 
standes wäre, mit Rücksicht auf die an dcnscll)cn sich knüpfende 
Besorgniss, mehr als gerechtfertigt gewesen. Eine uns gewordene 
Privat-Information sagt in Betreff der österreichisch-ungarischen 
Hypotheken nur, dass in den jüngsten .Jahren keine Vermehrung 
derselben stattgefunden habe. Im Ganzen lassen sich also positive 
Einwendungen gegen die Sicherheit des Geschäftsbetriebs der 
Deutschen Hypothekenbank nicht erheben, zumal da die bisherigen 
Geschäfts-Resultate keine auffälligen Erscheinungen zeigten, und 
die Dividende stets eine gute und stabile war; es geschieht aber
	        
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