Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft.
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aber auch die sorgsame und rationelle Bestellung der Felder. Einige
Ziffern mögen die absolute Abnahme des Ernteertrages bei einigen
Bodenerzeugnissen im Jahre 1915 gegenüber den Jahren 1913 und 1914
näher beleuchten.
Ernteerträgnisse und Viehbestand 1913, 1914 und 1915.
1913
1914
1915
i. Getreide (in Mül. Ztr.) 1 )
?
?
?
z. Kartoffeln (in Milk Ztr.)
136
120
190
3. Zucker (in Milk Ztr.)
59
38
15
4- Wein (in hl)
?
56,0
28
5- Viehbestand:
Ochsen, Kühe, Kälber (in Stück) . . .
14,7
15
12
Die Zahlen beweisen einen Tiefstand in der Produktion der Land
wirtschaft und erklären so schon allein die Preiserhöhungen. Aber auch
im Industriebetrieb hat die Produktion eingeschränkt werden müssen.
Millionen der kräftigsten und geschicktesten Hände sind im Felde und
damit der Güterproduktion selbst entzogen, und dieser Mangel an ge
schulten Arbeitskräften ist auch hier durch die Hilfskräfte nicht zu
ersetzen. Dann sind weiterhin die Produktionskosten beträchtlich
gestiegen. Fast alle Materialien und Rohstoffe werden durch empor
geschnellte Frachtsätze verteuert. Zudem sind die wichtigsten Roh
stoffe — Kohle und Eisen — in den Händen des Feindes, die anderen,
nicht minder bedeutsamen, wie Baumwolle, Gummi, Erze, nur unter
hohen Transport-, Versicherungs- und anderen Opfern ins Land
hereinzuholen. Einen weiteren bedeutenden Faktor in der Warenpreis-
Kalkulation stellt der gestiegene Arbeitslohn dar, der in die Höhe gesetzt
werden muß, da doch Lebensmittel und die vielen anderen für den Arbeiter
notwendigen Bedarfsartikel auch im Preise gestiegen sind. Schließlich
sei nicht das privatwirtschaftliche Gewinninteresse des inländischen
Produzenten vergessen, der trotz Krieg und Kriegsnot sich an dem
durch den Weltkrieg entfachten Herdfeuer seines Landes recht gut
zu erwärmen versteht. Diese Nutznießer treiben ihre Preispolitik in
*) Nach einer neueren statistischen Angabe über die Ernteergebnisse der letzten drei
Jahre tritt die absolute Abnahme deutlich hervor. Von der Gesamtfläche Frankreichs,
auf der Halmfrüchte angebaut werden, sind etwa 7% % besetzt. Im einzelnen wurde ge
watet in Milk Tonnen:
Jahr
Weizen
Roggen
Gerste
Hafer
1913
8,8
1.3
1,1
5,4
1914
7,9
1,3
1,1
4,7
1915
6,5
1,1
0,8
3,7
Vgl. Weltwirtschaftliches Archiv, Chronik und Archivalien, Bd. 8, Oktober 1916,
H - 3, S. 400.