Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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I.  Buch.  Production  und  Consumtion.

voll  Lucknow  kaufen  kann!  Um  solches  zu  ermöglichen,  mußten  zahlreiche  Leute,
die  der  Mehrzahl  nach  einander  persönlich  dlrrchaus  fremd  sind,  in  Thätigkeit
treten.  Die  einen  verrichteten  diese,  die  andern  jene  Leistung.  Alle  aber
wirkten  auf  ein  bestimmtes  Ziel  hin,  nicht  minder  die  Arbeiter  auf  den  Baumwollpflanzungen
  Virginiens  als  die  Eisenbahnbediensteten  in  Amerika,  England ­
  und  Indien,  das  Personal  auf  den  Schiffen,  welche  die  Erzeugnisse  über
den  Atlantischen  Ocean,  das  Mittelmeer  und  den  Indischen  Ocean  führten,
die  Arbeiter  in  den  Spinnereien  und  den  Webereien  von  Lancashire  und  die
Kaufleute  dreier  Welttheile,  welche  den  Kauf  der  Waren  vermittelten.  Ja  es
kommen  noch  viele  andere  Arbeiter  in  Betracht,  z.  B.  jene,  die  vielleicht  schon
vor  langen  Jahren  die  Eisenbahnen,  die  Schiffe  und  die  Fabrikgebäude  erbauten, ­
  und  jene,  welche  die  Geräthe  und  Maschinen  verfertigten,  die  in
den  verschiedenen  Phasen  dieses  complicirten  Productionsprocesses  zur  Anwendung ­
  kommen.  Ja  noch  eine  ganze  Menge  anderer  Personen  stehen  mit
all  den  Vorgängen  in  Verbindung,  die  sich  abspielen  mußten,  um  die  betreffenden ­
  Baumwollstoffe  in  der  erwähnten  Stadt  zu  Markte  bringen  zu  können.
Doch  ist  deren  Mitwirkung  zum  Eudresultat  sehr  gering  oder  mittelbar,  und
wollten  wir  sie  alle  auszählen,  so  würden  wir  zu  keinem  Ende  kommen.
Natürlich  müssen  Gründe  für  eine  solche  Arbeitsorganisation  vorhanden
sein.  Dieselben  sind  in  den  Vortheilen  zu  suchen,  welche  durch  das  Zusammenwirken
  bei  der  Arbeit  sich  ergeben.  Es  lassen  sich  deren  14  unterscheiden:
1.  Die  Zunahme  der  mechanischen  Kraft.  Dieselbe  ermöglicht  es,  daß
schwere  Lasten  gehoben,  große  Boote  gerudert,  Pfähle  in  den  Boden  getrieben
werden  u.  dgl.  Das  alles  ließe  sich  nicht  vollbringen,  wenn  wohl  die  gleiche
Anzahl  von  Menschen,  aber  ein  jeder  derselben  für  sich  allein  sich  diesen  Verrichtungen ­
  unterzöge.
2.  Die  Ermöglichung  gleichzeitiger  Ausführung  verschiedener  Arbeiten,  die
nur  bei  gleichzeitiger  Vornahme  einen  Nutzen  gewähren.  So  kann  jemand  nur
daun  Perlen  fischen  und  zu  diesem  Behufe  sich  in  die  Meerestiefen  hinablassen, ­
  wenn  einige  andere  Leute  den  Apparat  handhaben,  welcher  ihn  mit
Luft  versieht  und  wieder  an  die  Oberfläche  bringt.
3.  Die  Erleichterung  des  Verkehrs,  wie  sie  durch  die  Erbauung  und  beständige ­
  Instandhaltung  eines  Weges,  einer  Eisenbahn,  eines  elektrischen  Kabels
bewirkt  wird.
4.  Eine  Verkürzung  der  Zeitdauer  einer  Arbeit,  die  von  größter  Wichtigkeit ­
  ist,  wenn  etwas  schnell  geschehen  muß,  um  entsprechenden  Nutzen  zu  bringen,
z.  B.  das  Löschen  eines  Brandes,  die  Einbringung  der  Ernte  oder  das  Einsangen ­
  eines  Schwarms  von  Fischen.
5.  Eine  Verlängerung  der  Zeitdauer  einer  bestimmten  Arbeit.  Dadurch
wird  die  Fortsetzung  einer  Thätigkeit  ermöglicht,  welche  durch  Unterbrechungen
            
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