Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Der  Verfall  der  Ämter  im  17.  Jahrh.  u.  die  Reformbestrebungen.

Doch  hat  die  gewerbegeschichtliche  Ausstellung  erwiesen,  dass
ausser  den  genannten,  wenn  auch  die  Schrägen  oder  deren  Abschriften ­
  verloren  gegangen  sind,  zweifellos  noch  bei  nachstehenden
Handwerken  (iesellenschaften  bereits  im  17.  Jahrhundert  bestanden
haben,  nämlich:
bei  den  Drechslern;
„  „  Fleischern  ;
„  „  Glasern  ;
„  „  Handschuhmachern  ;
„  „  Sattlern.
Aus  den  Willkommen,  Bechern,  Löffeln,  Laden  u.  s.  w.,  die
mit  Jahreszahlen  versehen  sind,  kurz  dem  Inventare,  das  die  einzelnen ­
  Verbindungen  ausgestellt  hatten,  lässt  es  sich  mit  Sicherheit ­
  entnehmen  k
Auf  ziemlich  dieselben  Handtierungen  stösst  man  in  Reval-Doch
  treten  hier  nicht  alle  (bewerbe,  die  in  Riga  Vorkommen,  auf:
wenigstens  ist  nichts  von  ihrer  korporativen  (Gliederung  bekannt-Reval
  eigenthümlich  ist  das  Amt  der  Mündriche,  das  schon  seit
dem  vorigen  Jahrhunderte  bestand,  eine  Verbindung  der  Besitzer
und  Führer  von  Lichterfahrzeugen,  die  zum  Beladen  und  Entladen
grösserer  auf  der  Rhede  ankernder  Schiffe  bestimmt  waren.  Ks
haben  sich  die  Schrägen,  bezw.  Abschriften  von  folgenden,
früherer  Zeit  noch  nicht  bekannten  Ämtern  erhalten:
1624:  Leineweber;
1632:  Rad-  und  Stellmacher;
1637:  Maler;
1643:  Töpfer;
1650:  Drechsler:
1650:  Kupferschmiede;
1651:  (Glaser;
1651:  Tischler;
1657:  Corduaner;
1662:  Riemer;
1665:  Knopf-  und  Fosamentenmacher;
1665:  (Grob-  und  Hufschmiede;
1668:  Kleinschmiede;
1668:  Semischmacher  und  Nestler;
1685:  (Gürtler.
1  Katalog  der  gewerbegeschichtlichen  Ausstellung  in  der  St.  Johannisgiht®
Riga.  1887.
            
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