Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Der  Verfall  der  Ämter  im  17.  Jahrh.  u.  die  Reformbestrebungen.

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In  gleicher  Weise  wie  im  vorigen  Jahrhundert  zeigt  sich  mithin
^^•e  Ähnlichkeit  der  gewerblichen  Entwickelung  Revals  mit  der
^'Sas,  denn  auch  hier  treten  wie  in  Riga  die  \  erbindungen  der
Töpfer,  der  Drechsler,  der  Corduaner,  der  Knopfmacher,  der  Rade-^acher
  zuerst  im  17.  Jahrhundert  auf.  Zusammen  mit  den  17
bereits  bekannten  Ämtern  würde  Reval  in  dieser  Zeit  nicht  mehr
28  Ämter  gehabt  haben  gegen  die  39,  die  in  Riga  nachgewiesen
^(^rden  konnten.
Von  den  schon  bestehenden  und  im  Laufe  des  17.  Jahrhunderts
errichteten  Ämtern  Hessen  ihre  Schrägen  abermals  bestätigen,
öezw.  mit  gewissen  V  eränderungen  erneuern  :
1635:  die  Goldschmiede;
1645:  „  Mündriche;
1654,  1662:  die  Maler;
1665;  Knochenhauer;
1665:  „  Schneider;
1665:  „  Kürschner;
1663:  „  Schuhmacher;
1668:  „  Häcker;
i668:  „  ¡Opfer;
1668:  „  Sattler;
if)68:  „  Kupferschmiede;
1683,  1691  :  die  Maurer  und  Steinhauer.
Bruderschaften  der  (Gesellen  werden  ohne  Zweifel  in  Reval
^^enfalls  existirt  haben.  Doch  sind  uns  Schrägen,  bezw.  Abschriften
T^fselben,  nicht  zu  Gesicht  gekommen.
Über  Dorpat  sind  wir  aus  dieser  Periode  besser  als  in  der  von
^^rgehenden  unterrichtet.  Es  bestanden  nachweislich  die  Ämter  der
Knochenhauer  seit  1613;
Gold-  und  Silberarbeiter  „  1640;
Tischler  «  ^083,
Häcker  »  ‘Ö93;
Hutmacher  w  1694.
Nur  von  (lein  Sehnigen  des  erstgenannten  Amts  hat  sich  keine
^“'"le  erhalten,  von  den  ührlgen  haheii  wir  die  Absehriften  in
^''oelers  Sammlung.  Einzelne  dieser  Äinler  Hessen  sich  im  kaufe
siehzehnten  Jahrhunderts  ihre  Privilegien  neu  bestätigen,  andere
den,  vorigen  Jahrhunderte  uns  bekannt  gewordene  suchten
nach.  So  werden  abermals  anerkannt  die  Schrägen  der
Leineweber  1Ò34;
            
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