Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Grosse Gilde. 
H. Pastores; ausz der Schulen der Rector, Conrector und Cantor, 
die sembtliche H. Elterleute und Eltisten. 
10. Die Gerdesmennere mügen ein jeder auff denselben tagk 
vonn ihren Freunden nicht über drey bitten, weiln sie nicht können 
geseczet werden. 
11. Wenn aber keine Trüncke gehalten werden, und Gerdes 
leute verbanden, müssen dieselbe darumb nicht still siezen, sond 
auff Behebung der Elterleute und Eltisten die Gästerey auszrichten 
nebst dem Bier auff ihren Unkosten, oder aber ann derselben Ste J 
dem Gildestuben zum Besten sich mit ein Stück Geldes abfm ^n 
12. Im Fall aber Altersleute und Eltisten keine Gerdeszleut^ 
haben, so stehet es bey ihnen, durch den Chemmerer drey 
vier Tonne Bier einzulegen und zwey Gerichte dabey zu 
damit sie Gildestubengebreuche unterhalten, Rechnunge einnehm^ ^ 
Richtigkeit machen und hinter ihnen lassen mügen, welches 
alle Vastelabendt geschehen soll. 
13. Wenn Trüncke gehalten werden, so wirt das Bier 9 od^ 
IO Tage fur Vastelabendt in der Brautkammer eingeschmcc 
worzu der Chemmerer auff Befehlig der Elterleute ein oder 
(Berichte schaffen musz, und wird alszdann angeordnet und 
Chemmerer anbefohlen, wie das Bier im Vastelabendt lauffen 
geschencket werden soll, welche Unkostung der Chemmerer ‘ 
die allgemeine Trunckunkostung berechnet. ^ 
14. Wenn man Trüncke heit, so soll der wortführende'' 
Alterman selbstander mit seiner Antecessoren oder der 
einem am Sonnabendt bitten die Hernn des gantzen Rahts, 
Herrn des ehrwirdigen Ministerii, die H. Collegen der Schulen, 
Hern Doctores Medicinae und Juris auch sonsten ander hohe 
sonen und Officianten. 
15. Wirtt den Eltisten durch den Knecht angesage 
folgenden Sontages darnach, welcher ist der Sontag f^r 
Vastelabendt, das sie nach altem (lebrauch erscheinen 
Glocke 9 Steven zu halten und sich über alle Puncta zu bered 
woll der ganczen Bürgerschaft. 
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16. Des Sonnabents oder Sontages fur dem Vastela 
der wortführender Bürgermeister auff Anhalten der 
„n«prm Gildestuben Knechte einen Diener mit den KüchenbrU
	        
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