Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Grosse  Gilde.

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^  ^*^fhalten.

^iizurnelden,  das  sie  Brüder  werden  bey  Verlust  Wicht,  Wage  und
burg(;rnahrung  auch  bey  Böen,  wie  im  Schrägen  enthalten.

17.  Menn  hatt  hiebevor  des  Montages  im  \  astelabendt  einen
‘'Schreiber  erkohren  nach  altem  Gebrauche,  welcher  des  Mitwochens
^ber  den  ganczenn  Gildestuben  au  ff  seinen  Unkosten  hatt  speisen
müssen,  welches  dann  manchem  inn  die  acht  auch  neunhundert
*^ärck  zu  stehende  kommen;  wann  men  aber  dieser  unser  Stadt
•czigj^n  Zustandt  und  Ungelegenheitt  ansiehet,  da  man  durch  den
^^•^gWehrenden  schwedischen  Krieg  verarmet,  alsz  hat  man  ^  ann
''Pfeile  des  einen  zwey  Schreibere  durch  Elterleute  und  Eltisten
^rwehlet,  bei  dehnen  es  noch  stehet  und  bleibet,  damit  die  Un-*^osten
  desto  leichter  auff  sie  ankommen  möchten.  Es  soll  aber
'^'^szfals  der  Chemmerer  den  Elterleuten  und  Eltisten  vier  Personen
'^O'-schlagen,  ausz  welchen  durch  die  meisten  Stimme  zwey  erkohren
'"^rden,  und  wann  dieselbe  erwehlet,  so  soll  der  Gildestuben  Knecht
®^Hes  2  oder  3  Wochen  fur  dem  Vastelabendt  durch  ein  Zettel
Schreibern  wissen  lassen,  das  sie  zu  solchem  Ampt  erwehlet
das  sie  sich  darzu  schicken  des  Mitwochens  im  Vasteiabende
speisen,  doch  nicht  zum  Überflusz  sondern  zur  Notturfft.  |Da
aber  einer  dessen  verweigern  wurde,  so  sollen  die  Chemmerer
Cükhesmben  speisen,  und  der  sichs  irerweigeM:,  scdl  jsolche
’ikosten  tragen  und  beczalen  bey  der  Böen,  so  im  c  ragen
"’"’alten.  I

’8-  So  werden  alle  Vastelabendt  Steven  gehalten,  es  gesche  en
"Cke  oder  nicht.  Die  Emitter  werden  verseczet,  "«r  -J  rage
^  gelesen.'  Und  folget,  das  des  Montags  Elterleute  und  Eltisten
'ln  die  Kammer  finden  und  Beredung  halten,  wte  t  le  .mpter
=«et,  (lerdesleutte,  Beysiczere  und  Chemmerer  erwehlet  und
'  die  Beredung  geschehen,  so  gehen  Eherleute  und  Elttsten
’ausz,  seczen  sich  ann  ihre  gewöhnliche  Stelle  em  Vater  unser
y  lang,  so  Ist  der  Tisch  bekleidet,  die  Dichter  semt  angezundet,
■uan  ausztrittt  darnach  gehet  der  Her  Alterman  s.czen  mit  se.nen
’kzern  ann  den  Tisch  so  stehen  4  "er  jüngsten  Eltisten  fur
u;  dann  finget  der  H.  Alterman  an,  repetiret  und  wiederholet
ur  von  ,1er  ganczen  erbarn  Cemeine  zum  .Vltermanne  erweh  et
■  und  wasz  tingefehr  furgelautfen,  thutt  die  Dancksagung  dabe-
            
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