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Kürschner.
25) Vortmer welk knecht, clee sick hir vormet in unseme anipt^'
dee schal des jares geven ene mark wasses to unsen lichten unde
ok den godespennyngh to lichten ; ^ item van den ruggen unde
buken, als alse men dat het to den syden gespoldet werk, sal men
nemen 9 ore vor dat tymmer.
26) (27)^ Item so synt wy es® ens geworden myt vulbod
unser heren vamme rade, dee by uns sitten, so welk man dar
brokaftich werd, dee schal dee^ mark wasses betalen vor enen
schillyngh,® jodoch beholden deme rade to Rige dee oversten hant
in alien saken vorscrevenen.
57. Kürschner.
Amtsentscheidung vom 24. Juni 1415.
Dat schrägen- unnd otde renthebock. Einschaltung nach dem Art. 25
Schragens Nr. 56. Vergl. Einleitung S. 22g. Abg. Monum. Livon. antiq.
S. CCCXI u. CCCXII u. Liv-, Est- und Curländ. Urkb. Bd. 4, Nr. 1463, Art. 30.
Einschaltung ist im Original durchstrichen und am Rande steht: Istum articu/’^’
cassavit consu/ahts, quia providialitcr adtnissus.
(26) Int jar unses Heren 1415 in sunte Johannes dage to mydden
somere (24. Juni) do worde wi des ens myt enander in der cumpan)^
unses amptes myt vulbort unser bisittere, der erbaren heren van det^
rade, alse her Wolter Rode® unde her Johan van Lynden\ wer^^
sake, dat jemant van uns brokaftich worde in unser cumpanye, dat
uns mochlik to vorlikende were sunder jegenwardicheit der unsef
bisittere, unde ener efte twe van uns sik dar enboven udth^^'^
wolden unde darwedder st re veden myt worden unde des by unse*^
cumpanye nicht bliven en wolden sunder bi wesen unser erbat^^^i
heren vamme rade, unde wurde hee dar enboven brokaftich
vunden, dee schal beteren V2 Lives punt wasses, unde nicht
laten umme des willen, dat unse erbarn heren dar umme gemoi,
werden.
t Die vorstehende Bestimmung des Art. 25 folgt im Schrägen v. 1513 nach AB-
2 Dieser Art. könnte auch nach der Amtsentscheidung Nr. 57 entstanden
Bunge : des.
* Bunge: dre.
^ Nachfolgender Satz im Schrägen v. 1513 nach Art. 24. Der i. Theil
Art. 26 fehlt im Schrägen v. 1513.
G Both führ. Die Rigische Rathslinie, Nr. 269.
t Vergl. S. 263, Anm. 2.