Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Schlosser-,  Sporer-,  Büchsenmacher-  und  Uhrmacher-Gesellen.

c)  Die  buxenmacher  sollen  haben  vors  erste  ein  fewrschlos  kaken
zu  machende  ohne  ein  fewr,  ein  schruven  zur  Stangen  zum  bistuden
oder  zur  auffhaltsfeder  unnd  ein  kugell  auszuschrauben.
d)  Ein  Uhrmacher  soll  sein  einen  zwelffer  reine  zu  machen,  einen
newen  schnuer  einzuziehen,  ein  stiflt  oben  in  den  glockenstuel
die  glocke  oder  ein  stifft,  so  ausgefallen  oder  verloren  ist  worden-Das
  obgemelte  dranckgeldt  sollen  die  gesellen  und  jungen
machen  nach  feirabendt;  des  sollen  sie  des  morgens  umb
aufstehen,  den  abendt  um  y  feirabendt  haben  unnd  ihr  tranckge
machen  bis  auff  glocke  9  unnd  des  winters  ihre  eigen  licht  habendes
  sollenn  gleichfals  die  stuckwercker  unnd  wochenlhöner  das  oben^
gemelte  trinckgeldt  zusammen  verdienen  und  auch  unter  einan
teilen.  So  es  kerne,  das  ein  burger  oder  ein  frembder  man  einen
schlusseil  eilendts  fertigk  zu  haben  begerte,  desselben  gleich^
auch  ein  feurschlos,  daran  etwas  mher  alsz  die  schriebcken
hakende  zu  machen  were,  und  der  bringer  den  feirabendt
erwarten  konte  seiner  gelegenheit  nach,  so  soll  einem  jeden  mei
unsers  handtwerckes  die  handt  ungeschlossen  sein,  dornach  si
ein  jeder  zu  richten.
Stiffter  dieser  löblichen  gesellenzunfft  unnd  innung  sein  è  ^
wesen  die  erbare  unnd  kunstreiche  meistere  Georg  Tideman,
Net  er  unnd  Clement  Liefflender,  alle  meister  des  kleinschmi^
handtwerkes  unnd  einwhoner  der  königlichen  Stadt  Riga.  ^  ^  ^
fastnachttags  (22.  Februar)  nach  Christi  unsers  seligmachers  ê
buert  1583  b  •
Dieser  vorgeschriebener  schräge  ist  vom  erbarn  rathe  n
funffzehenhundert  drey  und  neuntzig  tages  sanct  Michaelis  archa^g^^
(29.  September)  confirmiret  und  bestetiget  worden  und  '
hinzugethan:
Erstlich  so  sollen  und  wollen  auch  gesellen  und  jungen
straffgelde,  so  vieil  eines  erbarn  raths  anteill  belangende,  jbe''j,^|.
bey  ihren  eyden  dem  amptherrn  getrewlich  einzubringen  sehn  <■
und  pflichtigk  sein.

•  A
1  Die  Einleitung:  Iw  namen  u.  s.  w.  und  dieser  letzte  Abschnitt  sin
strichen  worden.  Von  R.  Huszmans  Hand  folgt:  F^ut  ist  geht  scht'dd^  ^
enhem  erbdreu  rdde  nichtt  bostedigtt  ;  bes  lindern  ist  under  den  gesellen  ^
eit  ne  bozvillgunge  mit  tho  doen  wenich  meistern;  hiendch  mhen  sich
Diese  abgebrochenen  Sätze  sind  ausgestrichen  und  vom  selben  Schreiber
hinzugefügt:  ,Jst  vom  e.  r.  bostedigtt.
            
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