Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Schlosser-,  Sporer-,  Büchsenmacher-  und  Uhrmacher-Meister.

samb  verrichtet,  auch  sollen  sie  unberuchtigte  *  personen  nheme'h
dar  sie  ampt  unnd  gilden  mit  besitzen  können.*
7)  Wan  dan  solches  vorberürter  massen  genugksamb  geschehen,
soll  er  nach  schüldigk  sein  zu  geben  sechsz  marck  Rigisch  zu  CiOtteS
ehre  und  über  ein  halb  jhar  darnach  auch  sechs  marck  ins
und  soll  haben  seine  gewehr  und  harnisch  in  seinem  hause.®
8)  Wan  der  alterman  mit  seinen  amptbrüdern  zusammen
soll  ein  jeder  schüldigk  sein  seine  stedte  zu  bekleiden,  auch  so
sich  ein  jeder  fein  zuchtigk  und  ehrbarlich  verhalten  kein
spilden  auch  nicht  mehr  der  gaben  Gottes  zu  sich  nhemen  als  ^
vertragen  kan;  so  es  aber  einer  übertrete,  soll  dem  ampte  eine
halben  thaler  zur  straffe  geben,  so  offtt  es  geschieht.  ^
9)  Ob  sichs  begeben  würde,  das  einer  einem  herrn  oder  kau^^
man  etwas  gearbeidet  hette,  es  were  am  gebewd  oder  wormü
wolle,  und  der  kauffman  keinen  genügen  daran  trüge,  so  •
er  dasselbige  des  ampts  alterman  und  seinen  beysitzern
thun  und  dasselbige  wardiren  lassen,  auff  das  niemandt  unro
geschehen  müge.  ^
10)  Wan  der  alterman  das  ampt  zusammen  verbotten  loss
sollen  seine  amptsgenossen  gehorsamblich  erscheinen,  aber
zeit  der  (juartall  soll  ein  jeder  die  stunde®  wachten,  in  weK
verbott  ist,  bey  straffe  sechs  ferdinge.
11)  ’  Es  soll  auch  ein  meister  dem  andern  seine  jungen  o
gesellen  nicht  entspenen  bey  peen  zweyer®  tonnen  biers.  ^
12)  Ob  in  unserm  ampte  einer  oder  mehr  weren,  die  nnS^^^
ampte  uns  meistern  im  vorfange  sein  wolten,  es  were  in  oder  an^^^^
halb  der  Stadt,  dieselben  gesellen  sollen  mittsam|)t  dem  werck/o
ins  recht  gebracht  und  nach  erkentnis  der  obrigkeit  abgesch^
werden.

1  Nicht  gehalten.
¿  NB.  Das  Cotitrarííim  zvirt  itzo  practiciret;  dan  kein  Gesell  Meiste^  '
kan,  er  neztne  dan  eine  Bratith.  lixentpl.  Henningk.
3  Ich  glanhe  nicht,  daz  einer  also  stafiret  ist  im  gantzen  Amhde.
4  Ja  im  Schorstcin,  wan  sie  alle  neigen  auf  sauß'en  müssen  zur  Süß
5  Wirt  schwerlich  zu  erweisenn,  daz  esz  practiciret  sey.
Gleicheit  wirt  alzeit  nicht  gehalten.
7  In  fraudem  U.  und  des  Amptgerichtesz  Correctum,  damith  das
von  der  Strafe  nicht  die  Helffte  bekomme,  hesondern  die  Meistere  daz
den  Kragen  Jagen  mügen.
8  Ursprünglich  scheint  dreyer  gestanden  zu  hal  en.
3  oder  6  Reichsdaler  Gelt.
10  Die  Bohnhasen  mugen  es  wissen.
            
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