Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

*  Übersetzung  der  Einleitung  zum  Schrägen  v.  149«

Schneider.

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^hrsahmen  gantzen  sitzenden  Raht  der  Stadt  Riga  den  Alterleuten
Und  Meistern  des  Handwercks  und  Ambts  der  Schneider  binnen
umb  ihre  demütige  Bitte  willen  versorget,  aufgesetzet  und
^^gelaszen,  gegeben,  approbiret,  moviret,  auíTs  New  befestiget  und
^^stetiget  diesen  nachgeschriebenen  Schrägen  und  Rechtigkeit  der
gemeinen  Compagnie  (ieseltschaift  und  Brüdern  von  dem  Ambt
Schneider’.

2)  Erstlich  wer  zum  Alterman  des  Amts  gekorn  wirdt,  dasz
er  willig  annehmen,  und  so  er  dasz  nicht  thun  wil,  sol  er  dem
'"ibt  zur  Strafe  verfallen  sein  eine  Tonne  Bier  und  dennoch  die
^^termanschafft  verwalten  zwey  Jahr  lang,  hierzu  sol  er  seinen
thun,  dasz  er  dasz  Ambt  seines  höchsten  Vermögens  nach  wil
’tthelffen  setzen.
3)  Wenn  ein  ehrlicher  Gesell  unser  Ambt  begehret  der  soll
wahren  auszspürgischen  Religion  verwand  sein  une  sei
und  Lehrbrief  zeigen,  dasz  er  echt  und  recht  gebohren  und
dasz  Ambt  heischen  auflf  eines  Meisters  I  ochter  oder  M  iti  e
Ambt,  wie  in  allen  Steten  der  Gebrauch  ist,  damit  derselbige
Ambt  desto  beszer  gefodert  werde.
4)  Derselbige  Gesell  soll  sich  mit  der  Persohn  ehrlich  und  züchtig
'■■halten;  geschehe  hierüber,  dasz  sie  nicht  mit  b.lhgkei,  verant-»nen
  kundte,  der  sol  kein  The»  an  dem  Amt  mehr  mit  er
■^sohn  haben  und  hier  keinesweges  geduldet  noch  gelitten  werden
'■"  ob  jemand  sich  verendert  mit  unehrlichen  Persohnen,  der  sol
Ambtes  und  Gilde  entbehren.
5)  Aldtit  der  erst  und  andern  Eschung  wirdt  gehalten  nach  des
■hbts  Weise,  wie  vor  langen  Jahren  in  allen  Amptern  ge  irau  g
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die  ihm  etwas  zu  arbeiten  bring
            
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