Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang.

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theils  und  wurcklich  so  viel  nicht  heit,  anzuschaffen  und
denen  Hern  Quartierhern,  die  billigk  jährlich  ihre  Quartiern
deszfalsz  visitiren  sollen,  bey  seinem  im  vorigen  Jahre  geleisteten ­
  bürgerlichen  Eyde  vor  die  seinen  anzugeben  und
alsz  fertige  uffzuzeigen,  ins  Kunfftigk  gehalten  werden  möge.
3)  Wann  nun  dasz  erste  Jahr  von  Zeit  ihrer  gewonnen  Burgerschafft ­
  verlauffen,  so  sali  ein  ichlicher  Handtwercker  über
sein  und  in  den  folgenden  Jahren  (dergestalt,  dasz  er  jährlich
weiter  ein  Musquett  anschaffe)  seiner  Gesellen  Musquetten,
die  nach  Verfliessungk  des  3.  und  4.  Jahres  bereits  angeschaffet
  sein,  noch  i  Musquetten  vor  seinem  Dienstjungen
(*den  er  zum  Höchsten  zwey  zugleich  halten  pfleget)  uffzubringen
  und  sambt  seiner  eigen  und  seiner  Gesellen  Musquetten ­
  (deren  in  allem  redtlich  nur  6  Stuck  sein)  mitt  denen
darzu  gehörigen  Bandelieren  allewege  fertigk  beyzubehalten
schuldigk  sein,  und  seindt  demnach  diese  Musquetten  den
Wittiben  und  Kindern  endtlich  ein  Stuck  desz  Nachlaszesz
und  allewege  desz  auszgelegten  Geldesz  werth.
4)  Von  diesem  allen  muszen  die  Hern  Quartierhern  richtige
Rollen  halten,  denenselben  dasz  Ambtgericht  ein  Mahl  vor
alle  Mahll  ein  Verschlagk,  wieviel  Gesellen  einesz  ichlichen
Ambtesz  Meisere  zum  Höchsten  halten  möge,  überreichen
kann.
5)  Da  mann  auch  diesesz  mitt  gröszern  avantage  desz  publiquen
Zeughausesz  anordnen  wolte,  so  konten  ichlichem  Ambt  und
Wercke  in  unserm  Zeughause  ein  besonder  Orth,  woselbsten
die  Meistere  ihre,  ihrer  Gesellen  und  Jungen  Musquetten
parat  behalten,  angewiesen,  und  da  dieselbe  und  ihre
Wittiben  verstörben,  sothanesz  Gewehr  der  Stadt  zur  stadtlichen
  Vermehrung  ihresz  Zeugkhauses  gelassen  werden
mege.  (*  Welchesz  in  Italien  leicht,  hieselbsten  aber  schwer
zu  practiciren  sein  wirdt.)
II.  Wie  vorhin  die  Ambtere  ausz  dero  Amtsladen  ihre  gewisze
Lasten  Roggen  uff  der  Stadt  Kornhausz  auff  die  künfftigen  Teurungslallen ­
  zeitigk  und  löblich  angeschaffet,  also  konten  sie  auch  ins
Künffdgk  ein  gewisze  Anzahl  Pulwertonnen  nach  dem  ein  oder  dasz
^nder  Ambt  Stärcke,  und  die  Ambtslade  vermegen  ist,  in  der  Stadt
^  alverthürme  uff  eine  besorgliche  Kriegeszeit  uffzubringen  voll
^(^deutet  werden.
            
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