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Erstes Kapitel.
Ureis.
8 84.
Der Preis ist die Gegenleistung, welche man (als
Tauschäquivalent, als Gegenwerth) beim Vertauschen eines
Gutes für dasselbe erhalt. Der Preis eines solchen besteht
also in der Menge eines bestimmten anderen Grites, die sich
dafür eintauschen läßt.
Man bezeichnet auch den Preis als „verwirklichten" oder in
der Gegengabe „verkörperten" Tauschwerth, und begreift dann
unter dem Preise eines Gutes den in einer bestimmten Menge
eines anderen, dafür einzutauschenden Gutes ausgedrückten
Tauschwerth desselben.
Vertauscht man z. B. 10 Schafe gegen 1 Rind vder gegen
1 Pfund Silber, so ist der Preis eines Schafes gleich i/io Rinde
oder i/io Pfd. Silber, und der Preis von 1 Pfd. Silber gleich
10 Schafen oder 1 Rinde, je nachdem man ein Schaf oder ein
Pfund Silber gegen dieses vder feiles Gut abwägt und vertauscht
denkt. Gewöhnlich aber vergleicht man ein zu vertauschendes
Gut, um den Preis desselben auszudrücken, mit der örtlich und
zeitlich umlaufsfähigsten und allgemein beliebtesten Waare, dem
weiter unten näher zu erwähnenden Gelde.
Unter Marktpreis ist daher der in der Mehrzahl der Tausch
fälle gewöhnlich erlangte Geldpreis zu verstehen. Einen solchen
können nur diejenigen Güter haben, welche regelmäßig producirt
und vertauscht werden. Demselben steht der vereinzelte Preis
solcher Güter gegenüber, welche nur selten zum Vertausch kom
men. Unter Durchschnittspreisen dagegen versteht man die aus
mehreren Einzelpreisen, welche in den einzelnen Tauschfällen
erzielt wurden, abgeleiteten mittleren Preise. Letztere ergeben
sich am zuverlässigsten, wenn man die Gesammtmasse der vor
liegenden Falls umgesetzten Waare, unter entsprechender Berück-