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Buch 3. Kap. 1. Preis.
8 8G.
Seitens der Nachfrage wird besonders berücksichtigt
der Gebrauchswerth des einzutauschenden Gutes und die
eigene Zahlungsfähigkeit, außerdem aber auch die Aufopferung,
welche mit der anderweiteu Beschaffung desselben oder
eines zu dessen Vertretung geeigneten Ersatzmittels verbunden
sein würde.
Der nachfragende Käufer berücksichtigt zunächst den Gebrauchs«
werth des einzutauschenden Gutes. Je größer dieser für ihn ist,
zu um so beträchtlicheren Aufopferungen entschließt er sich, um
jenes zu erlangen. Außerdem muß derselbe noch seine eigene
Zahlungsfähigkeit beachten, denn er kann selbst für die ihm unentbehrlichsten
Güter nicht mehr Werthe aufopfern, als ihm zum
Eintauschen derselben verfügbar bleiben. Jeder in wirthschaftlichcr
Beziehung Besonnene flicht außerdem stets zunächst die
nothwendigen und hiernach erst die freien Bedürfnisse zu befriedigen.
Die Kauffähigkeit des Einzelnen oder einer ganzen
Menschengruppe den verschiedenen Güterklassen gegenüber ist daher
jedesmal von dem Bruchtheile abhängig, ben jener oder diese
aus dem Erwerbe für bestimmte Zwecke verfügbar hat. Endlich
ist aber auch der Käufer in der Regel nur zu so viel Aufopferungen
behufs Erlangung eines Gutes bereit, als er bringen
müßte, um dasselbe anderlveit oder um einen ihm genügenden
Ersatz für dasselbe zu erlangen. Diese Rücksicht auf die „anderweitigen
Anschaffungskosten" kommt blos dann nicht in Betracht,
falls keine Concurrenz unter den Verkäufern stattfindet, also ausschließlich
von Einem oder von Solchen gekauft werden kann,
ivelche nicht mit einander im Anbieten wetteifern, oder falls sich
überhaupt fein Ersatzmittel darbietet.
S87.
Seitens des Angebot wird dagegen überwiegend
berücksichtigt zunächst zwar ebenfalls der Gebrauchswerth,
ans den höheren Kulturstufen jedoch besonders der Tauschwerth,
bezüglich der übliche Marktpreis des zu vertauschenden
Gutes, itnb außerdem namentlich die Kosten, welche behufs
Beschaffung desselben aufgewendet werdeit mußten oder bei