Full text: Die Volkswirthschaftslehre

6 Buch 1. Kap. 1. Grundbegriffe. 
Dieses Mittel und das vom Bau übrig gebliebene Holzwerk ?e. 
kann jedoch alsdann noch anderen Bedürfnissen gegenüber ein 
Gut sein, z. B. als Schmncksache, Brennmaterial re. 
Bei fortschreitender Kultur dehnt sich die Gütereigenschaft 
acts Mehrerlei aus, weil mit jener nicht nits die Bedürfnisse 
zunehmen und verschiedenartigere Befriedigungsmittel begehrt 
werden, sondern auch die Einsicht der Menschen wächst, welche 
die Verwendbarkeit der zur Bedürfnißbesriedigung tauglichen 
edcimm bei seit 
und vervielfältigen sich faillit die Güter, alls deren Reihe 
rnehr nur ausnahmsweise bisweilen Einzelnes wieder gänzlich 
ausscheidet. Hoher kultivirte Völker huben daher regelmäßig 
eine größere und mannigfachere Menge allgemein anerkannter 
Güter, als minder entivickelte. 
Uebrigens bedingt die Verschiedenheit und der Wechsel der 
Bedürfnisse in Verbindung mit ungleich entwickelter Einsichtigkeit, 
daß keineswegs Alles, was in der einen Zeit und an dem eineil 
Orte als Bedürfnißbefriedigungsmittel gilt, unbedingt in anderer 
Zeit nnd an anderen Orten ebenfalls zu ben Gütern zählt. 
§ 4. 
Jederzeit aber bestehen die Güter entweder in persönlichen 
mib ba- fe# uber ht 
außerdem Vorhandenem. 
s JJcii Rücksicht alls ihr Verhältniß z>l deut einzelnen 
Menschen, der ihrer bedarf, sind deshalb zunächst zit unter 
scheiden : 
I. Innere Güter, welche der Bedürfende in sich 
selbst findet. Diese sind als persönliche Güter mit der 
Person verbunden, die sie angeboren oder angebildet erhielt. 
Ein solches persönliches Gut werden z. B. Körperkraft, hand 
liche Geschicklichkeit, geistige Begabtheit, Kenntnisse rc. bei ent 
sprechender Benutzung zur Bedürfnißbefriedigung. 
li. A e u ß e r e Güter, welche nur von der Allßeinvelt 
empfangen werden können. Zll letzteren zählen dreierlei ver 
schiedene Güterarten:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.