Full text: Die Volkswirthschaftslehre

z. B. nach größeren Feuersbrünsten vder nach starkem Raupen 
fräße, Windbruche zc. 
Uebcrhaupt weit weniger stark schwanken endlich die Preise 
der Gewerbscrzeugnisse, insbesondere derjenigen, welche zwar 
allgemein gesucht, aber auch nicht gerade in einem ganz bestimmten, 
mehr oder minder reichlich bemessenen Verbrauchsmaße unent 
behrlich, überdies durch anderweite Fabrikate vertretbar und dabei 
jederzeit, je nach Bedarf, entweder in größerer oder geringerer 
und jedenfalls so lange in genügender Menge beschaffbar sind, 
als es nicht an dem dazu erforderlichen Rohstoffe zu fehlen an 
fängt. Bei solchen Waaren können wenigstens die nicht auf einer- 
andauernderen Veränderung der Productionskostcn beruhenden 
Preisschwankungen, welche durch zeitweise Zu- oder Abnahme der 
Nachfrage oder des Angebots herbeigeführt werden, immer nur 
schnell vorübergehende sein. 
In allen Fällen, in denen das Gleichgewicht zwischen An 
gebot und Nachfrage durch verhältuißmäßiges Voraneilen oder 
Zurückbleiben entweder des ersteren oder der letzteren gestört 
erscheint, mäßigt sich übrigens stets, nur freilich bei den ver 
schiedenen Gütern eben in durchaus ungleichem Maße, schneller 
oder langsamer das Steigen der Preise von selbst durch die in 
Folge desselben eintretende Abnahme der Nachfrage, und das 
Sinken der Preise durch die dadurch begünstigte Zunahme der 
Nachfrage. 
Gleichzeitig und auf einem und demselben 
Markte haben gleichartige Güter gleichen Preis. 
Die Preise ungleichartiger Güter dagegen 
streben nach Gleichmäßigkeit im Verhältniß zu 
den gegenseitigen höchstens nothwendigen Prvduc- 
tionskosten, während die Preise zwar verschiedenartiger 
aber für gleiche Gebrauchszwecke brauchbarer Güter sich 
zugleich nach dem verhältnißmäßigen Gebrauchswerthe 
abzustufen suchen. 
Innerhalb eines und desselben Verkehrsgebietes gleichen 
sich schließlich auch die örtlichen Preisunterschiede mit 
zunehmender Ausbildung des Güterumlaufes immer mehr aus.
	        
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