Full text : Die Volkswirthschaftslehre

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Buch  5.  Konsumtion  der  Güter.

Artikel.  Die  Natur  selbst  hingegen  veranlaßt  zahlreiche  Werthsverluste ­
  z.  B.  durch  die  Gewalt  des  Sturmes,  durch  Blitz-  und
Hagelschlag,  Erderschütterungen.  Ueberfluthungen,  Fäulniß  rc.,
zumal  in  den  Trvpenländern,  wo  z.  B.  Eisen  ungemein  schnell  rostet,
manche  Gegenstände  kaum  vor  Beschädigung  durch  Jnsecten  und
während  der  Regenzeit  noch  weniger  vor  Fäulniß  zu  schützen  sind.
Werthsverluste  katin  außerdem  der  Eigenthiimer  eines  Gutes
erleiden  vermöge  eigenen  unabsichtlichen  Verschuldens,  z.  B.
durch  Verlieren  beweglicher  Gegenstände,  sowie  zufolge  böswilliger, ­
  muthwilliger  oder  fahrlässiger  Handlungen  Anderer,
z.  B.  durch  Zerbrechen  von  Sachen,  Brandstiftung  rc.,  während
bei  Diebstahl  der  Werth  des  nicht  wiederzuerlangenden  Gestohlenen,
insotveit  derselbe  dabei  nicht  an  und  für  sich  schon  vermindert
worden  ist,  doch  mindestens  für  den  Bestohlenen  verloren  geht.
9  178.
In  wirtschaftlicher  Beziehung  sind  letztere  Werthszerstörungen ­
  offenbar  ein  Uebel,  Wogegen  die  Consumtion,
ohne  welche  keine  Production  und  insbesondere  auch  keinerlei
Fortentwickelung  der  menschlichen  Persönlichkeit  möglich  wäre,
eine  Nothwendigkeit  ist,  ihren  Zweck  jedoch  sowohl  erreichen
als  verfehlen,  au  und  für  sich  entweder  reproductiv  oder  irreproductiv, ­
  und  ihrer  Wirkung  nach  entweder  wirthschaftlich
Vortheilhaft,  unschädlich  oder  schädlich  sein  kann.
Reproductivität  der  Consumtion  tritt  in  Folge
bei:  Sorüwrfmtg  berfeíüen  ein.  %ebe  %8e^^3bcnli^^tw,g
erweist  sich  demnach  als  reproductiv,  welche  zur  Befriedigung
lvirklicher  Bedürfnisse  nothwendig  solvie  förderlich  ist  und
aus  der  schließlich  lvieder  neue  Werthe  hervorgehen;  als
irreproductiv  dagegen  dann,  wenn  sie  nicht  zu  solcher
%ebürfn#efnebigung  gcmc^t,  entloeber  Ge^iß
Zwecke  oder  in  überflüssiger  und  unwirksamer  Weise  behnfs
nützlicher  Ztvecke  geschieht.
Wirthschaftlich  Vortheilhaft,  unschädlich  oder  schädlich
aber  wirkt  die  Consumtion,  je  nachdem  sie  das  künftig  verzehrbare ­
  Einkommen  durch  ihre  mittelbaren  oder  unmittelbaren ­
  Erfolge  vermehrt,  dasselbe  ungeschmälert  läßt  oder
vermindert,  und  somit  den  Wirth  sch  östlich  en  Zustand  einer
            
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