Full text: Die Volkswirthschaftslehre

848 Buch 5. Kàp. I. Verhältnißmäßigkeit der Consumtion. 
erlangt haben, ergicbt sich aus dem gegenseitigen Umfange, in 
welchem neben reproduktiven und wirthschaftlich vortheilhaften 
ober hoch wcnigsteng unfchäbiichcn ^ergchrungen glcichicitig and, 
irreprobuctwe unb wirthschaftlich schädliche stattfinden. 
§ 185. 
2) cr Sn;u§ ingbesonbere, Weicher stetg (n einem mehr 
ober weniger entbehrlichen ®ütergenusse besteht, mitte# beffen 
nicht nnnmgcinglichc %cbiirsnisfe befriebigt Werben, ist ohne 
hm m wirtschaftlicher Beziehung keineswegs nnbebingt 
verwerflich. d 
3) erscibc bermehrt bicímchr bnreh ^ermibiibung ge, 
stet gerì er Beburfmsse ben Antrieb zur Produetion, läßt einen 
Spielraum für etwa nothwendig werdende Entsagungen 
frei, kann mittelbar, insofern er ebeïe Gesittung fördert, das 
Leben vergeistigt sowie verschönert und dadurch einen die 
Befähigung der Menschen erhöhenden Kulturzustand herbei 
führt, entschieden reproductiv sein, und wirb lediglich dann 
nnchtheiíig, Wenn er in ÄcrfchWenbung, b. h- in nuü, nnb 
^«%?Ķ"^rth3berbrmich angartet, in goíge seiner fRichtnng 
entfitthchenb nnb ers#ffcnb wirft, ober überhangt unUer, 
Wtnißmaßig überhaubnimmt, beghaib bag Vermögen ohne 
Wlederersatz nachhaltig abmindert und bezüglich das freie 
pnfommen so erschöpft, baß feine (Ersparnisse behnfg ent, 
sprechender Kapitalvermehrung übrigbleiben. 
S)aß, mag gemeinhin unter Sugug berstanben unb befonberen 
gallë a# entbehrlicher ober sogar WKig überfiüffigcr ®ütcr= 
"k.ņ"^âugesehen wird, ist je nach den herrschenden Vorstellungen 
über die Bedeutung zunehmender Bedarfserweiterung sowie je 
nach ben miter bestimmten Verhältnissen maitenben Beben! 
geiDohnheiten Mloanfenb. @g sann recht füg# baffelbe, mag 
U 5 vT e iü, CU ° be f r . äU cutcr gewissen Zeit als durchaus ent 
behrlich erscheint, fur den Anderen oder in einer späteren Zeit 
¡¡T unentbehrlich erachtet werden. So mag z. B. sehr feine 
e eidung, vorzüglich geschmackvolle Wohnungseinrichtmig re. für 
-mele e,* ziemlich unnöthiger Luxus, für Manche dagegen in 
Anbetracht ihrer Lebensstellung ein äußerst nöthiger Aufwand
	        
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