Full text: Ueber die Möglichkeit einer volkswirthschaftlichen Harmonie

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liältniss der Productionsfactoren in keiner Volkswirthschaft Vor 
kommen. 
h) Dadurch, dass ein jeder der an der Production Be 
theiligten in seiner Sphäre mit gleichem Eifer und Verständniss 
Ul beitet. Jede schlecht verrichtete Arbeit, jeder Zeitverlust, ver 
mindert die Gesammtproduction. Konnte man es erreichen, dass 
jeder einzelne Handarbeiter mit gleichem Eifer wie der Unter 
nehmer sich an dem Productionsprocesse betheiligte, so würde 
der Gesammtertrag in unglaublicher Weise sich vermehren, und 
der grösste Schritt zur Lösung der socialen Frage wäre gethau. 
2. Die gerechte Vertheilung des Gesammteinkommens 
kann nur stattfinden: 
a) Wenn jeder Einzelne das genügende Verständniss seiner 
wahren volkswirthschaftlichen Stellung hat, seine wirklichen 
Interessen vollständig begreift, und seine individuellen Rechte, 
innerhalb und ausserhalb seines Standes, zu vertreten versteht. 
h) Wenn die Gesammtheit der zu einer Classe gehörigen 
Individuen eine rationelle Organisation hat, um die gemeinschaft 
lichen Rechte den anderen Classen gegenüber zu wahren, — 
und es der Classe nicht an den nöthigen Mitteln mangelt, um 
ihre wohlüberlegten Beschlüsse zur Ausführung bringen zu 
können. 
Es giebt wirthschaftliche Gesetze allgemeinster Natur, 
welchen alle drei Einkommenszweige in gleicher Weise unter 
worfen sind. Es giebt aber auch solche Gesetze, welche jedem 
dieser Zweige, in Folge seiner speciellen Eigenschaften, eigen 
sind. 
Hätten die drei Einkommenszweige dieselben Eigenschaften, 
und wären sie allen wirthschaftlichen Gesetzen in gleicher Weise 
unterworfen, so würde sich diese Harmonie von selbst ergeben. 
Weil sie aber verschiedenartiger Natur sind und folglich auch 
verschiedenartigen Gesetzen gehorchen müssen, wird das ge 
wünschte Gleichgewicht gestört, indem meistens der Arbeiter-
	        
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