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berieth dieselbe und stellte einen reduzirten Antrag. Jminerbin
hätten nach demselben allergeringste Muster einen Zuschlag
von Fr. 4, geringere von Fr. 2, und geringe von
Fr. 1 erhalten. Im Wesentlichen unterschied sich dieser Vorschlag
von dem des Zentralkonnte noch darin, daß das letztere
einen Zuschlag schon bei einer höheren Stichzahl wollte eintreten
lassen, wodurch auch Mittelwaare wäre belastet worden.
Immerhin ist zu konstatiren, daß der Kommissionsvorschlag
der Arbeitgeber bedeutend weiter ging, als die früheren Zugeständnisse
des klassifikationsfrenndlichen Theiles derselben,
NIN von der eigentlichen Opposition nicht zu reden.
Am 12. Juni tagte dann die Kaufmannschaft in Sachen.
Tie Versammlung hatte schon im Beginne einen anderen
Anstrich als die früheren, ¿um ersten Male wurde betont,
daß es nicht nur die Sorge für den Arbeiter sei, sondern
ebensosehr das Interesse der Arbeitgeber, der Mnsterverschlechternng
mit aller Energie entgegenzutreten, jener „Qnalitätenschinderei,
die zum schließlichen Ruine Aller führe," wie
ein späterer Redner, den gleichen Gedanken weiter spinnend,
sagte. Als dann aber der Kampf zwischen den kaufmännischen
Anträgen und denjenigen des Zentralkomites sich zu entwickeln
begann, wurde das Signal zum Einstellen des Feuers
ans der ganzen Linie gegeben. Ein Vertreter von Herisau
machte Mittheilung, daß man glaube, dort in letzter Stunde
ein Klassifikationssystem entdeckt zu haben, niel ches die Vorzüge
aller bisherigen besitze und keine Mängel derselben : bewähre
es sich, so sei die technische Seite der Frage zur Zufriedenheit
Alter gelöst und damit der eigentliche Stein des
Anstoßes beseitigt, der nie im Mehrbetrag des Lohnes gelegen
habe. Man könne nach Priifnng des Systems dann
eine kvnvenable 'Lohnhöhe feststellen: darüber sei man einig,
daß man den Arbeitnehmern etwas Greifbares geben müsse
und könne. Diese Mittheilungen wurden beinahe mit Begeisterung
ausgenommen; wenigstens athmete die Versammlung