fullscreen: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Blick auf die Beamten- und Arbeiterkolonie in Miltitz. 
Schimmel & Co. in Miltitz bei Leipzig. 
Fabrik ätherischer Öle, Essenzen u. künstlicher Riechstoffe. 
(Inhaber Ernst, Karl und Hermann Fritzsche.) 
Bis zum Jahre 1900 war die Firma mit ihren Kontor- und Fabrikanlagen in Leipzig 
innerhalb der Stadt ansässig. Als sie wegen der Unmöglichkeit weiterer Ausdehnung ge 
zwungen war, den Betrieb aus der Stadt herauszuverlegen und sich in Klein-Miltitz, 8 Kilo 
meter von Leipzig entfernt, ein neues Arbeitsfeld schuf, war hiermit auch die Gelegenheit 
gegeben, schon in Leipzig bestehende Wohlfahrtseinrichtungen nun auch auf die Wohnungs 
verhältnisse der Beamten und Arbeiter auszudehnen. 
Die Firma beschäftigt zurzeit: 16 Chemiker, 91 kaufmännische Beamte, 5 technische 
Beamte, 6 Meister, 208 Arbeiter und 53 Handwerker. 
Wenn von den noch nicht ein Jahr beschäftigten Arbeitern abgesehen wird und auch 
die höheren Meisterlöhne nicht mit eingerechnet werden, so beträgt der durchschnittliche 
Wochenlohn eines Fabrikarbeiters 28,30 M., Markthelfers 29,10 M., Druckers 34,70 M., 
Kupferschmieds 39,20 M., Schlossers 33,00 M., Klempners 35,70 M., Maurers 33,30 M., 
Malers 30,50 M., Tischlers und Zimmermanns 32,10 M. 
Alljährlich verteilt die Firma an die Beamten und Arbeiter zu Weihnachten 
Geldgeschenke in größeren Beträgen, die für Ersparniszwecke gedacht sind und deren Wert 
im Jahre 1912 65 000 M. für die Beamten und 21 000 M. für die Arbeiter betrug. Die 
älteren Arbeiter erhalten im Durchschnitt jede Weihnachten 150 M., Oberarbeiter und 
Meister 200—600 M., Beamte bis zu 3000 M. Denselben Zweck der Ersparnis hat die Maß 
nahme der Firma, daß jeder Arbeiter alle 5 Jahre am Tage seines Diensteintritts ein Geschenk 
von 300 M. erhält.
	        
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