Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

„Sarotti“  Chokoladen-  und  Cacao-Industrie  A.-G.,  Berlin-Tempelhof.  299*
achten  ist,  daß  kalte  Frischluft  bei  ihrem  Eintritt  vorgewärmt  wird.  Ebenso  ist  die  Lichtzufuhr ­
  auf  das  Höchstmaß  gebracht  durch  Fortfall  aller  Tragwände  in  den  Fronten  und
durch  Einführung  verglaster  Teilungswände  in  den  Arbeitssälen.  Die  Fassaden  bestehen
nur  aus  Säulen  und  breit  dazwischen  gelagerten  Fenstern.  Alle  Fenster  haben  Doppelverglasung. ­
  Diese  der  neuen  Sarotti-Anlage  eigentümliche  Bauweise  wurde  zum  Teil  ermöglicht ­
  durch  Verwendung  von  armiertem  Beton  als  ausschließliches  Baumaterial.
Die  Betriebskraft  erzeugt  die  Fabrik  selbst  mit  einer  großen,  vorläufig  2000  PS  leistenden ­
  Dampfturbinenanlage.  Da  die  Bekohlung  der  Kessel  bei  einer  so  großen  Anlage  nach
gewöhnlicher  Art  große  Anforderungen  an  die  Heizer  stellt,  ist  eine  umfangreiche  Einrichtung
zur  maschinellen  Entleerung  der  Kohlenkähne  in  die  Bunker  und  von  da  zur  Einführung ­
  der  Kohle  in  die  Kessel  vorgesehen;  außerdem  ist  die  Kessel-  und  Maschinenhausanlage ­
  so  luftig  und  geräumig  angelegt,  daß  die  Heizer  und  Maschinisten  weder  unter  Hitze
noch  unter  Staub  zu  leiden  haben.
KANTINE.  Besondere  Aufmerksamkeit  konnte  in  den  neuen  Gebäuden  den  Kantinenräumen ­
  zugewendet  werden;  sie  bestehen  aus  großen  Sälen,  die  als  lichte,  freundliche
Aufbauten  auf  den  flachen  Dächern  angelegt  und  ringsum  von  breiten  Wandelgängen
(Dachgärten)  umgeben  sind.  Die  Abbildung  am  Kopfe  dieses  Aufsatzes  zeigt  einen  Blick
auf  diese  Kantinen  und  Dachgärten.  Die  Firma  ,,Sarotti“  stellt  für  den  Kantinenbetrieb
alles  Zubehör  kostenlos  zur  Verfügung,  von  den  zahlreichen  Dampfkochkesseln  und  Gasherden ­
  an  bis  zu  dem  sehr  zweckmäßigen  Geschirr.  Die  Firma  liefert  den  Kochdampf,
das  Kochgas,  heißes  Wasser  usw.  ständig  kostenlos.  Die  Bewirtschaftung  ist  derart  geregelt,
daß  das  Personal  nur  einen  ganz  minimalen  Aufschlag  auf  die  Einkaufspreise  für  Fleisch,
Gemüse  usw.  zu  zahlen  hat,  so  daß  z.  B.  ein  kräftiges  Mittagessen  nur  30  Pf.  bzw.
50  Pf.  kostet.

Blick  in  die  Küche  und  Kantinenräume.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.