Full text: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

arbeiteten und zum Fädeln Binder verwendeten, welche noch 
nicht einmal 1<> ^zahre alt waren, um die Lohneinbnße durch 
Mehrproduktion tvettznschlagen. Der Fabrikant war dadurch 
konkurrenzunfähig gelvorden und stand vor dem Ruin: um- 
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Diese Bewegung nahm ihren Anfang in der Presse. Die 
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5emegm,ß. ^.otíoil ^1100%!, ebenso i^O i#* 1^1)110, 
ilidi- falsch, tuie cd in solchen Fällen nicht zu vermeiden ist. 
Blau erging sich in gegenseitigen Anklagen: die Fabrikanten 
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bio Kaufleute, von welcher Seite auch wieder Klagen über die 
Arbeitnehmer ertönten. Immerhin zog sich schon damals durch 
die meisten dieser Aeußerungen der eine Gedanke, daß nur 
eme korporative Organisation in der Stickerei Abhülfe schaffen 
könne. Wie diese Organisation zu gestalten sei, darüber war 
man im Anfang noch ziemlich im Unklaren. Tie Meinung 
überwog, daß sie ausschließlich aus den Arbeitnehmern zìi 
bestehen habe mit einer mehr oder weniger ausgesprochen 
feindlichen Spitze gegen die Arbeitgeber. Es lag ja so nahe 
^ bie ^l^boit0obo^ für Med ^ „mc#, wd gmil 
der Presse. ebenso gut die schuld von Arbeitnehmern war und 
zugleich und in der.Hauptsache die Schuld von Verhältnissen, 
denen gegenüber der Einzelne ohnmächtig war, gleichviel, ob 
er zu dieser oder jener Berufskategorie gehörte. Man las denn 
mici) 0e,ui0, gurnet einer Dr0m,ifntioii foi „bor mii'0 
0O0OII die Blutsauger", d. h. gegen die Arbeitgeber, und was 
ähnliche Schlagworte mehr sind, an denen die letzte Hälfte 
bi\> 19. Jahrhunderts so reich ist. Bis zu einem gewissen 
Grade wäre es begreiflich gewesen, wenn man den Ausgangs 
punkt jener schweren Krisis im Klassenkampse gesucht hätte 
nach Nächstliegenden alten und bekannten Rezepten. Glücklicher-
	        
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