läßt die Produktion sich so organisireu, dos; die Wirkung der
Krisen gemildert, daß eine völlige Deronte verhindert wird.
Der Verbund Hut gerude hierin Munches und Schönes erreicht,
ohne uns dein Gipfel des Erreichburen angelangt zu sein,
weßhalb andere Reformen nach dieser Richtung im Wurfe liegen.
Wenn man sich nach den Mitteln umsieht, mit welchen:
der Verband eine Organisation der Produktion bis zur Grenze
des Möglichen durchführte, so ist in erster Linie die Reduktion
der Arbeitszeit namhaft zu machen. Die elfsti'indige Arbeits
zeit für die Gesammtindustrie wurde in: Bewußtsein dekretirt,
die Produktionsquantität um die Jahresleistung von minde
stens 2000 Maschinen verringern zu müssen, welche Leistung
vorher der wesentlichste Ueberprodnktionsfaktor war. Daß den:
Verband die Durchführung dieses Beschlusses in der Haus
industrie gelungen ist, darf unter seine größten Errungen
schaften von allgemeiner Bedeutung gezählt werden. Wenn
die Organisation der Produktion gefordert wird, hat auch die
-Hausindustrie darunter zu fallen. Sie ist in vielen Branchen
heute ein inächtigerer Faktor der Desorganisation als die
Fabrikindnstrie, besonders in jenen, in welchen auch sie mit
der Maschine arbeitet. Die Geschichte der Stickerei zeigt, daß
sie unter Umständen auch völlig desorganisirend auf die
Fabrikproduktion rückwirken kann. Von sozialen Gesichts
punkten aus ist eine Regelung der Arbeitszeit in der Haus
industrie in vielen Fällen ebenso nothwendig, in andern noth
wendiger, als i>: der Fabrikindnstrie. Die jetzige Generation
hat viel Mitleid mit den: Fabrikarbeiter, mit dem Fabrik
mädchen und mit den: Fabrikkinde, weil sie dieselben vor sich
sieht. Für das Kind, das Mädchen, den Arbeiter in der .Haus
industrie hat sie dieses Mitleid nicht, wohl darmi: nicht, weil
ihr Dasein nicht in den: Maße an der öffentlichen Straße
liegt, wie jenes der Fabrikarbeiter. Wie ungleich besser ist
aber' das Fabrikkind daran, das in hellen, luftigen Räumen
eine leichte Arbeit thut, als das Ki::d der Hausindustrie, das